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Wieder keine Punkte für Sauber

"Das ist bitter und tut weh"

Adrian Sutil - GP USA 2014 Foto: xpb 20 Bilder

Mit dem neunten Startplatz besaß Adrian Sutil beim GP USA die beste Ausgangslage für die ersten Sauber-WM-Punkte der Saison. Dann wurde er von Sergio Perez abgeräumt. Teamchefin Monisha Kaltenborn: "Das ist bitter und tut weh."

04.11.2014 Bianca Leppert

Es scheint als habe Sauber das Pech in dieser Saison einfach an den Hacken zu kleben. Am Samstag wunderten sich die Schweizer selbst noch darüber, dass es Adrian Sutil gelang, in den dritten Teil der Qualifikation einzuziehen. Doch die Freude über den neunten Startplatz währte nicht lange. Um genau zu sein, nicht mal bis zur zweiten Runde. Dann wurde der Wahlschweizer von Sergio Perez ins Aus befördert. Der Mexikaner erhielt eine Strafe und muss in Brasilien 7 Plätze weiter hinten starten.

Das half Sauber aber auch nicht weiter. Das erste Punkte-Ergebnis wäre vor allem finanziell wichtig gewesen. Eine Verbesserung von Platz 10 in der Konstrukteurs-WM bedeuten mehrere Millionen höhere Prämien. Die Verpflichtung von zwei Paydrivern wie Marcus Ericsson und Giedo van der Garde spricht Bände.

Sutil besser als Paydriver?

"So aus dem Rennen geworfen zu werden, ist bitter", sagt Teamchefin Monisha Kaltenborn. "Wir waren sehr angenehm überrascht davon, wie gut Adrian mit dem Auto zurechtkam. Bis zum Rennen hat er eine fantastische Leistung gezeigt."

Doch es scheint, als könne Sutil seinen Platz trotzdem nicht retten. Schwingt da nicht etwas Wehmut mit, wenn man daran denkt, dass man Sutil ziehen lässt und ein Paydriver womöglich nicht so viel aus dem Auto herausholen kann? "Es wäre sehr spekulativ das jetzt zu sagen, wie es mit einem neuem Fahrer ist", weicht Kaltenborn aus. "Wir werden sehen, wie es kommt."

Trotz der schlechtesten Saison der Teamgeschichte versucht sich die Juristin noch in Optimismus. "Es tut weh, aber die Leistung hier zeigt auch, dass das Auto Potenzial hat und wir in die richtige Richtung entwickelt haben. Ich glaube nicht, dass wir den großen Umschwung erreicht haben, aber wir hatten den richtigen Ansatz. Wir haben schon seit längerem gesehen, wie wir den Abstand verkleinern."

Sauber macht weiter Druck

Noch immer steht ein Streik der kleineren Teams im Raum, zu denen auch Sauber gehört. Am wahrscheinlichsten wäre dieses Szenario wohl in Abu Dhabi, wenn sich bis dahin keine Lösung finden lässt. Kaltenborn selbst will jedoch keinen Zeitraum nennen, sondern spricht nur von einer "schnellen Lösung".

"Ein Dialog ist immer besser als Kampfmaßnahmen, aber er muss sinnvoll und schnell sein", sagt sie. "Grundsätzlich haben sich hier ein paar Themen verselbstständigt. Wir mussten eine Diskussion beginnen. Der Verlust der beiden Teams ist etwas ganz Schlechtes für die Formel 1. Man braucht diese Vielfalt. Die Zeiten sind vorbei, in denen die einen Teams gehen und neue kommen - es kommen ja keine neuen."

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