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Wieder Punkte verschenkt

Lotus neuer WM-Fünfter

Maldonado & Grosjean - Lotus - Formel 1 - GP Kanada - Montreal - 6. Juni 2015 Foto: xpb 66 Bilder

Eigentlich müsste Lotus zufrieden sein. Noch nie gab es in der 2015er Saison so viele WM-Zähler. Noch nie landeten beide Fahrer in den Punkterängen. Und zum ersten Mal steht man auf WM-Platz 5. Trotzdem hätte Lotus gerne mehr Punkte geholt.

08.06.2015 Michael Schmidt

Alles schien angerichtet für den großen Reibach. Die Startplätze 5 und 6 für Romain Grosjean und Pastor Maldonado ließen die Hoffnungen im geplagten Lotus-Camp hoch fliegen. Am Ende sprangen die Plätze 7 und 10 dabei heraus. "Es hätten die Ränge 7 und 8 sein müssen", blickt Einsatzleiter Alan Permane zurück. Macht 7 statt 10 Punkte.

Trotz der verschenkten Chancen steht Lotus jetzt mit 23 Zählern auf dem fünften Platz in der Konstrukteurs-WM. Und das ist das erklärte WM-Ziel des Rennstalls aus Enstone. Es würde rund 15 Millionen Dollar mehr aus Bernie Ecclestones Kasse geben als im letzten Jahr, das man auf Platz 8 beendete. Und es macht Lotus für Renault bei seiner Suche nach einem Werksrennstall immer attraktiver.

53 Runden auf einem Reifensatz

Mehr als Platz 5 ist unwahrscheinlich. "Mit Mercedes, Ferrari und Williams können wir es nicht aufnehmen. Auch wenn wir im Training ziemlich dicht an den Ferrari und Williams dran waren. Aber im Rennen hatten sie ein klar schnelleres Tempo als wir. Wir hätten weder Vettel, noch Massa halten können. Egal welche Strategie wir uns hätten einfallen lassen", urteilt Permane.

Pastor Maldonado kämpfte auf seiner Fahrt zu den ersten Saisonpunkten auf verlorenem Posten. Der Venezolaner holte sich schon in der 17. Runde die härteren Reifen ab. Und musste dann lange 53 Runden auf einem Reifensatz durchhalten. "Wir mussten so früh rein, um an Hülkenberg vorbeizukommen. Auf der Strecke war er nicht zu knacken", erzählte Maldonado.

Diesmal machte Teamkollege Romain Grosjean den Fehler. Beim Überrunden von Will Stevens zog der Franzose sein Auto zu früh auf die Ideallinie zurück und handelte sich dabei einen Reifenschaden ein. In der ersten Wut gab Grosjean dem Engländer die Schuld. Die Sportkommissare brummten aber ihm eine Fünfsekunden-Strafe auf.

Nach dem Rennen entschuldigte sich Grosjean beim Team. "Er hat allen gesagt, dass es ihm leid tut, Punkte verschenkt zu haben", verrät Permane. Grosjean nahm es für sich mit Fassung: "Selbst in meinem Alter kann man noch lernen."

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