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Wieder Reifenprobleme bei Michelin

Foto: Daniel Reinhard 36 Bilder

In Indianapolis lösten sich schon wieder einige Michelin-Gummis auf. Trotz strikter Geheimhaltung sickerte durch, dass der Reifenhersteller fünf seiner sechs Kunden nötigte, sich für die weichere der beiden Mischungen zu entscheiden. Bei den härteren Reifen löste sich in einigen Fällen die Lauffläche ab.

04.07.2006

Bei je einem Renault, einem Honda und einem Red Bull löste sich bei der härteren Michelin-Mischung die Lauffläche ab. Bei Renault wäre man lieber mit den harten Reifen gefahren, sie versprachen konstantere Rundenzeiten, doch Michelin zwang abgesehen von McLaren alle Kunden, aus Sicherheitsgründen, den weicheren Pneu zu nehmen. Die Silbernen waren nicht betroffen, da sie seit dem Kanada-GP andere Karkassen verwenden.

Obwohl die Pneus bei einem Leistungsverlust von 200 PS nicht so hart belastet werden wie im Vorjahr, ging auch bei Bridgestone die Angst vor Defekten um. In Tokio gab man die Devise aus: Lieber ankommen als gewinnen. Denn die Bridgestone-Ingenieure verwenden einen ähnlichen Unterbau wie Michelin.

Schon vor dem Monza-Test mussten sich die Bridgestone-Teams für einen Reifen entscheiden. Als Notersatz hatte Bridgestone Vorjahresreifen im Gepäck. Ross Brawn wagte gar nicht an den Ernstfall zu denken: "Damit würden wir chancenlos hinterherfahren."

Notfallplan: Tempolimit in der Steilkurve

Auch die FIA reiste mit einem Notfallplan nach Indianapolis. Bei einer Wiederholung des Reifendramas vom Vorjahr wäre die überhöhte Zielkurve in zwei Fahrspuren unterteilt worden. Auf der oberen Linie wäre Vollgas erlaubt gewesen, auf der Innenbahn hätte für alle Autos mit gefährdeten Reifen ein Tempolimit von 250 km/h gegolten.

Alle weiteren Hintergründe zur aktuellen Formel 1 lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von auto motor und sport Heft 15, das ab Mittwoch (5.7.) im Handel ist.

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