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Wieder Punkte für HaasF1

Fortschritte beim Reifenmanagement

Romain Grosjean - HaasF1 - GP Russland 2016 Foto: xpb 23 Bilder

Das HaasF1-Wunder geht weiter. Romain Grosjean fuhr mit dem US-Ferrari zum dritten Mal im vierten Rennen in die Punkte. Daran war weniger der neue Frontflügel schuld. Die größten Fortschritte erzielte HaasF1 beim Reifenmanagement.

08.05.2016 Michael Schmidt

Der Sensation von Melbourne und Bahrain folgte der Absturz. Beim GP China kämpfte HaasF1 mit Renault und Sauber im hinteren Feld. Romain Grosjean gab den absurd hohen Reifendrücken die Schuld. Was zunächst wie eine Ausrede klang, macht bei näherer Betrachtung doch Sinn. Bei den letzten beiden Rennen gab Pirelli 23 PSI für die Vorderreifen vor. Das sind absolute Rekordwerte. Für Teams mit Erfahrung kein Problem. Sie können schnell reagieren.

HaasF1 hat keine Vergleichswerte. Jeder Grand Prix beginnt bei Null. Gerade an der Vorderachse hat HaasF1 noch Probleme, die Reifen auf Temperatur zu bekommen. "Uns fehlt der Abtrieb, die Reifen bei den hohen Drücken zum Arbeiten zu bringen", sagt Teammanager Dave O‘Neill. Teamchef Guenther Steiner präzisiert: "Wir experimentieren noch herum, in welchem Maß wir die Bremswärme nutzen sollen, um die Reifen aufzuheizen. Manchmal haben wir nur Temperatur auf der Lauffläche und der Luftdruck geht uns beim Fahren durch die Decke. Dann hat der Reifen zu wenig Auflagefläche."

In Barcelona zum ersten Mal Referenzwerte

Doch die US-Truppe lernt schnell. Nachdem man in Shanghai noch komplett neben der Spur war, schafften es in Sochi beide Autos ins Q2. "Wir sind beim Reifenmanagement stabiler geworden", blickt Steiner auf das Russland-Wochenende zurück. Dabei wäre in der Qualifikation noch mehr drin gewesen. "Wenn du das Reifenfenster optimal triffst, sind das in der Rundenzeit drei Zehntel. Ziehen wir die ab, kämpfen wir um den Aufstieg ins Q3", sagt der Teamchef.

Der neue Frontflügel hat geholfen. Er bringt etwas mehr Anpressdruck auf der Vorderachse. In Barcelona werden ein neuer Heckflügel und Bremsbelüftungen hinten folgen. Das Rennen in Spanien ist für HaasF1 ein Meilenstein. "Zum ersten Mal können wir auf Referenzwerte zurückgreifen. Wir können anhand der Daten von den Testfahrten sehen, wie wir uns seitdem gesteigert haben", freut sich O‘Neill.

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