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Schumis Ex-Manager Willi Weber

"Michael braucht die Formel 1 nicht"

Willi Weber GP Belgien 2012 Foto: xpb 153 Bilder

Die Verpflichtung von Lewis Hamilton bei Mercedes und der Verzicht auf Michael Schumacher schlägt immer noch hohe Wellen. Ex-Manager Willi Weber rät seinem früheren Partner, jetzt einen Schlussstrich zu ziehen. "Auf keinen Fall soll er sich ein kleines Team antun."

01.10.2012 Michael Schmidt

Zu seiner Zeit hätte es das nicht gegeben. Da hielt Willi Weber die Fäden im Transferpoker meistens fest in der Hand. Nur ein Mal, beim Wechsel von Jordan zu Benetton musste Bernie Ecclestone ein bisschen nachhelfen. Heute ist Willi Weber stiller Beobachter der Szene. Und er leidet immer noch mit "seinem Michael" mit.

Weber zählte zu denen, die seinem früheren Fahrer von einem Comeback abgeraten haben. Nicht, weil er Zweifel an dessen Fähigkeiten gehabt hätte. Nein, aber die Chance, dass er nicht mehr an seine ehemaligen Erfolge würde anknüpfen können, standen statistisch einfach höher als dass es ein Happy-End geben würde.

Weber rät Schumacher zum Rücktritt

Deshalb zählt Weber auch zu denen, die Schumacher jetzt zurufen: "Michael, es ist Schluss. Ein Mal muss gut sein. Michael braucht die Formel 1 nicht, aber die Formel braucht ihn. Er ist immer noch eine Legende, auch nach diesem Abtritt. Als ich kürzlich mal wieder im Fahrerlager war, wurde mir das erst so richtig bewusst. Wo stehen die meisten Autogrammjäger an, wer wird als erster erkannt? Die Leute haben mich sogar noch als Manager angesprochen, obwohl ich es nicht mehr bin. Aber in den Köpfen leben die alten Zeiten einfach weiter."

Von einem Wechsel zu Teams wie Sauber, Williams oder Lotus rät Weber ab. "Was soll das? Bei Sauber weiterfahren? Mit einem Privatteam? Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich Michael das antut. Nichts gegen den Peter Sauber. Was der in diesem Jahr geleistet hat, ist besser als das, was Mercedes bringt. Aber ein Mann wie Michael gehört in ein berühmtes Rennteam oder zu einem Weltkonzern. Bei Sauber kann er nicht um den Titel mitfahren."

Ferrari keine realistische Option

Schon kurz nachdem die ersten Meldungen von Schumachers Abtritt und von Hamiltons Wechsel zu Mercedes bekannt wurden, hatte Weber spitzbübisch gesagt: "Ich wüsste, was ich jetzt tun würde. Nach Maranello fahren und mit Montezemolo reden."

Diese Aussage relativiert er mit drei Tagen Abstand. "Michael muss doch keinem mehr etwas beweisen. Er war der beste Rennfahrer der Welt. Als Manager würde ich es vielleicht probieren, ihn da unterzukriegen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Ferrari so etwas ernsthaft in Erwägung zieht. Bei allem Respekt vor Michaels Leistungen und der Legende, es ist jetzt Zeit für Jüngere."

Kritik an Mercedes-Abschied

Nach Ansicht von Weber hätte man der Formel 1-Ikone jedoch einen besseren Abgang verschaffen sollen. "Mercedes hätte ihn vor die Wahl stellen können: Es gibt hier ein neues Konzept. Machst du mit oder nicht? Du musst dich aber gleich entscheiden. Michael hätte dann von sich aus sagen können: Ich bin raus aus der Nummer, weil mir eine Entscheidung zu früh kommt."

Lewis Hamilton wünscht Weber alles Gute: "Er ist der schnellste Mann der Formel 1, aber auch er braucht ein gutes Auto. Michael war einmal der schnellste Mann der Formel 1, und es hat vier Jahre gedauert, bis ihm Ferrari ein anständiges Auto hingestellt hat. Ohne das geht es nicht."

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