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Williams ärgert Vettel

Massa-Strategie machte keinen Sinn

Sebastian Vettel - GP Monaco 2016 Foto: sutton-images.com 54 Bilder

Sebastian Vettel verpasste in Monaco das Podium. Felipe Massa kam der Ferrari-Strategie in die Quere. Am Ende gab sich der Heppenheimer selbst die Schuld. Wir erklären, was schiefgelaufen ist.

29.05.2016 Tobias Grüner 3 Kommentare

Wenn man einen Ferrari fährt und einen Mercedes hinter sich lässt, sollte man es in Monaco eigentlich in die Fürstenloge schaffen. Doch dieses Jahr gab es für Sebastian Vettel kein Pokal. Die räumten Lewis Hamilton, Daniel Ricciardo und Sergio Perez ab. Dabei war die Ferrari-Pace eigentlich gut genug.

Williams-Taktik durchkreuzt Ferrari-Pläne

Die Entscheidung über die ersten Plätze fiel schon in der Anfangsphase, als die Strecke noch feucht war. "Wenn ich nach dem Wechsel von Regenreifen auf Intermediates schneller an Felipe vorbeigekommen wäre, hätten wir uns auf das Podium konzentrieren können. In dieser Phase haben wir das Rennen leider verloren", ergab die Kurzanalyse von Vettel später.

Der Heppenheimer hing nach seinem Stopp in Runde 11 lange hinter Massa fest. Währenddessen konnten Perez und Rosberg weiter vorne schnellere Runden drehen und genug Zeit herausfahren, um sich auch nach ihrem ersten Stopp vor dem Deutschen zu halten. Der Frust über die Williams-Taktik hatte sich auch eine Stunde nach der Zieldurchfahrt noch nicht gelegt: "Ich weiß nicht, warum sie so lange draußen geblieben sind. Es machte gar keinen Sinn zu zögern und mit den Regenreifen weiter zu fahren."

Vettel schob aber nicht die komplette Schuld auf die Strategie und das Pech mit dem Williams: "Das Auto war schnell genug. In Monaco ist Überholen nicht einfach, aber ich bin etwas enttäuscht, weil ich von mir selbst erwarte, dass ich es irgendwie schaffe vorbeizukommen."

Kein Weg vorbei an Perez

Eine Taktik wie von Lewis Hamilton, der direkt von den Regen- auf Trocken-Reifen wechselte, war im Ferrari-Lager keine Option: "Es war schwer vorherzusagen, wie schnell es abtrocknen würde. Bei ihm hat es offenbar funktioniert. Aber wir waren in einer anderen Situation. Wenn der Williams zum für ihn richtigen Zeitpunkt gestoppt hätte, würde es ganz anders aussehen. Dann hätten wir vielleicht sogar die beiden Spitzenreiter jagen können."

Doch daraus wurde nichts. Weil Rosberg beim Wechsel auf Slicks ein Problem beim Boxenstopp hatte, konnte Vettel immerhin noch eine Position gutmachen. Doch gegen den Force India von Perez war kein Kraut gewachsen. "Am Anfang habe ich etwas langsamer gemacht, weil die Reifen eine lange Zeit halten mussten. Dann habe ich mehr Gas gegeben. Einmal habe ich das Auto fast verloren. Wir waren am Ende fast eine Sekunde schneller. Aber neben der Ideallinie war die Strecke noch feucht. Selbst wenn man nah genug dran und ein paar Sekunden schneller war, kam man nicht vorbei. Das ist eben Monaco."

Vettel sieht Ferrari weiter auf Kurs

Nach 6 Rennen wartet Ferrari immer noch auf den ersten Sieg. In der WM-Wertung ist jetzt auch noch Daniel Ricciardo an den roten Autos vorbeigezogen. Trotzdem sieht Vettel die Lage nicht negativ. "Wir sind näher an der Spitze dran als letztes Jahr. Aber wir hatten noch kein reibungsloses Wochenende."

"Das müssen wir uns natürlich selbst ankreiden. Mit einem guten Qualifying steht man weiter vorne. Dann haben wir auch bessere Rennen und Ergebnisse. Heute wäre ein Podium drin gewesen. In Barcelona hätten wir gewinnen können. Mit der Pace ist also nichts falsch. Wir können sie nur nicht immer richtig abrufen.

Platz 5 im Gesamtklassement will der vierfache Weltmeister nicht überbewerten: "Natürlich hätte der Saisonstart besser laufen können. Wenn der Motor in der Einführungsrunde von Bahrain nicht hochgeht, landen wir dort auch auf dem Podium. Mit den Punkten würde die Tabelle jetzt deutlich schöner aussehen."

Neuester Kommentar

@TomAndMir: Geht nicht darum, dass Massa auf Vettel oder einen anderen Fahrer hätte Rücksicht nehmen sollen, sondern dass es einfach ärgerlich für die anderen Fahrer war. Das lange Hinauszögern des Wechsels auf Inters hat nichts gebracht. Strategischer Bullshit, der nur dazu geführt hat, dass das Rennen anderer Fahrer zerstört worden ist. Bei Hamilton hätte es genauso wenig gebracht, hätte Massa das Feld nicht geteilt und wenn RedBull den Boxenstop nicht total vergeigt hätte.

PeterSchlosser 30. Mai 2016, 09:55 Uhr
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