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Williams baut halbes Auto um

Unterboden-Kufe als Übeltäter

Williams - Formel 1 - GP Spanien - 9. Mai 2013 Foto: ams 27 Bilder

Williams plant beim GP Spanien ein Comeback. Bei dem Rennen, das Pastor Maldonado 2012 als Sieger beendete, feiert ein runderneuerter FW35 Premiere. Er soll die Probleme beheben, die das Auto in den ersten vier Rennen gebremst haben. Schuld an der Misere war offenbar die vordere Kufe des Unterbodens.

10.05.2013 Michael Schmidt

Williams steht nach den ersten vier Grand Prix mit null Punkten da. Im letzten Jahr hatte man zum gleichen Zeitpunkt 18 Zähler auf dem Konto. Dann kam der Sensationssieg beim GP Spanien. "Das wäre unser Traumresultat", lacht Claire Williams, die neue Teamchefin. Sie weiß aber ganz genau, dass Williams in diesem Jahr auch in Barcelona kleinere Brötchen backen muss.

Trotzdem ist man bei dem drittältesten Formel 1-Rennstall optimistisch, dass im fünften Rennen des Jahres ein Ruck nach vorne durch das Team gehen wird. Der Williams FW35 wurde runderneuert. Valtteri Bottas gibt zu: "Wir waren mit der Entwicklung des Autos in eine Sackgasse geraten. Inzwischen verstehen wir die Probleme und sind auf dem richtigen Weg."

Kufe des Unterbodens produziert schlechte Luft

Als Sündenbock für den Abtriebsverlust beim Einlenken wurden die vordere Kufe des Unterboden und die Leitbleche unter der Nase des Autos identifiziert. Sie haben die Luft nicht sauber zum Heck geführt, was dort zu Schwankungen im Anpressdruck führte, sobald das Auto nicht direkt von vorne angeströmt wurde. Deshalb hat Williams in den kritischen Bereichen einen Schritt zurück Richtung Vorjahresauto gemacht und die entsprechenden Komponenten dem FW35 angepasst.

Auch das weitere Entwicklungsprogramm kann sich sehen lassen. Neu sind Frontflügel, Heckflügel, Unterboden und die Verkleidung im Heckbereich. Eine Rückkehr zum alten FW34 wurde schnell verworfen. Der Aufwand wäre einfach zu groß gewesen, da das neue Auto ein neues Getriebegehäuse und kleinere KERS-Batterien hat. Diese Komponenten wollte man auf keinen Fall aufgeben.

Teststrecke bestätigt Windkanal

Williams hat seine Runderneuerung bereits getestet. Der Rennstall verbrachte mehrere Tage im spanischen Idiada bei einem Aerodynamik-Testlauf. Die Ingenieure mussten sich in Geduld üben, weil es die ersten beiden Tage regnete. Dann aber stellten sie zufrieden fest, dass die Daten auf der Teststrecke nun auch wieder denen im Windkanal entsprechen. Bottas lobte: "Wir hatten einen guten Aero-Test. Er hat uns darin bestätigt, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben."

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