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Williams-BMW sucht den Superstar

Foto: dpa

Die Kandidatenliste für den abwandernden Juan Pablo Montoya und den gerade aufmuckenden Ralf Schumacher ist lang, aber die ganz großen Namen finden sich nicht darauf. Weder Williams noch Ralf Schumacher haben große Alternativen.

23.02.2004

Der Ärger ist verständlich. Da hatte sich Ralf Schumacher nach langem Tauziehen um Vertrag und Gehalt ab 2005 scheinbar endlich mit Frank Williams geeinigt, da legte sein Teamchef ein schlechteres Angebot nach. Ursprünglich hätte der jüngere Schumacher mit fünf Saisonsiegen und dem Gewinn des WM-Titels wie bisher auf ein Jahresabkommen von 16 Millionen Dollar kommen können. Als Williams erkannte, wie gut der neue Williams FW26 ist, erhöhte er die Zahl der erforderlichen Siege auf acht.

Beide Seiten werden sich zusammenraufen müssen, denn sie haben nahezu keine Wahl. Bei Ferrari und McLaren ist kein Platz frei, Renault als letztes mögliches Topteam hat kein Geld für große Fahrergagen. Bleibt nur noch die von Schumacher-Manager Willi Weber bereits 2003 ausgestoßene Drohung, zu Toyota zu wechseln. Das japanische Team mit Sitz in Köln sieht jedoch nicht gerade wie eine WM-verdächtige Truppe aus, Frank Williams ließ sich bisher mit der Toyota-Affäre nicht aus der Reserve locken.

Keine besseren Karten für Williams

Der Teamchef hat allerdings auch keine allzu guten Karten. Es ist schon schwer genug, einen Ersatz für den Ende 2004 zu McLaren abwandernden Montoya zu finden. Müsste der Brite gleich zwei Fahrer ersetzen, nähme die Schlagkraft von Williams-BMW empfindlich ab.

Auf dem Wunschzettel steht der schon 2000 bei Williams-BMW beschäftigte Jenson Button ganz oben. Ralf Schumacher hält den BAR-Fahrer für seinen wahrscheinlichsten Teamkollegen. Einen Köder hat Williams auch für Jaguar-Mann Mark Webber ausgelegt. Zur Not wäre man auch an Sauber-Neuzugang Giancarlo Fisichella interessiert. Für alle drei Kandidaten gilt: Sie sind bis Ende 2005 bei ihren Teams unter Vertrag. Nur wenn bestimmte Erfolgsziele nicht erreicht werden, greifen ihre Ausstiegsklauseln.

Barrichello sagte Weihnachten ab

Von den Topfahrern sind Michael Schuamcher, Kimi Räikkönen und Juan Pablo Montoya unantastbar, auch Renault-Mann Fernando Alonso ist nicht zu haben. Rubens Barrichello hätte Williams gern an Land gezogen, doch der Brasilianer sagte kurz vor Weihnachten bei Technik-Chef Patrick Head ab und verlängerte bei Ferrari.

In Frage kämen ansonsten nur noch ausrangierte Stars wie zum Beispiel David Coulthard, der Ende 2004 bei McLaren gehen muss. Einen Namen hat Frank Williams von seiner Liste trotz eines WM-Titels von seiner Liste gestrichen: Jacques Villeneuve wurde 1997 für Williams Weltmeister, aber die Teamführung glaubt nicht mehr an den Kanadier. Dessen größter Fürsprecher ist zur Zeit Bernie Ecclestone: "Wenn du Jacques wieder ein Siegerauto gibst, wirst du einen anderen Villeneuve sehen als in den vergangenen drei Jahren", sagt Ecclestone in Richtung Williams.

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