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Williams-Brand in Barcelona

Feuer durch statische Entladung?

Feuer Williams GP Spanien 2012 Foto: dpa 36 Bilder

Es gibt noch keine Gewissheit, aber einen Verdacht, was den Brand in der Williams-Box nach dem GP Spanien vor zwei Wochen ausgelöst haben könnte. Die Experten vermuten eine statische Entladung, die auch mit der speziellen Wetterlage zu tun haben kann.

23.05.2012 Michael Schmidt

Der Brand in der Williams-Box ist auch zehn Tage danach in Monte Carlo ein Thema. Bis auf einen Williams-Mechaniker sind alle Verletzten wieder wohlauf. Das am schwersten betroffene Opfer erlitt erhebliche Verbrennungen an beiden Armen und Beinen. "Er ist aber schon wieder auf dem Weg der Besserung, nicht lebensbedrohendes", beruhigt Toto Wolff, Mitbesitzer des Rennstalls.

Williams glaubt an statische Entladung als Brandursache

Der Unglücksrabe stand mitten in den Flammen, als das Feuer ausbrach. Er war gerade dabei, Benzin von einem Behälter in den anderen zu pumpen. Was genau den Brand ausgelöst hat, ist noch nicht restlos geklärt, aber es gibt einen starken Verdacht, wie Wolff verrät. "Wir gehen davon aus, dass eine statische Entladung stattgefunden hat. Das ist extrem selten und kann eigentlich nur passieren, wenn Benzin umgepumpt wird."

Der Österreicher geht von einer Verkettung unglücklicher Umstände aus: "Bei ganz extremen Bedingungen können sich die frei werdenden Gase entzünden. Normalerweise sollte da alles luftdicht abgeschlossen sein. Das Wetter kann dabei eine Rolle gespielt haben. Wir hatten an dem Tag ein Tiefdruckgebiet über Barcelona."

Eine FIA-Untersuchung, die allen anderen Teams zur Verfügung gestellt wurde, ergab drei interessante Punkte. Beim Umpumpen des Kraftstoffs von der Betankungsanlage in das Benzinfass, war der Anschluss am Fass nicht luftdicht verschlossen. Die Betankungsanlage stand auf ihren Plastikrollen und war deshalb nicht geerdet. Der Mechaniker schob heldenhaft in höchster Not das Benzinfass aus dem Gefahrenbereich, doch die Pumpe der Betankungsanlage förderte weiter. 30 Liter wurden ins Freie befördert.

Williams-Schaden geringer als befürchtet

Der materielle Schaden für Williams fiel geringer als erwartet aus. Einige Laptops wurden zwar ein Raub der Flammen, doch die Daten und die Software waren gesichert. Von 150 Funkgeräten sind nur noch 40 übrig. Sie hingen in einer Plastikstellage. Das verbrannte Plastik hat auch den schwarzen Rauch erzeugt. Bruno Sennas Chassis blieb bis auf ein paar Rußspuren heil.

Dabei erwiesen sich die Stellwände im Rückraum der Box als guter Schutz. "Sie müssen Messestandard erfüllen, also schwer entflammbar sein", erzählt Wolff. "So konnte das Feuer nicht nach vorne kommen. Die Stellwände sind in der Hitze geschmolzen, sie haben aber nicht gebrannt." Finanziell ist dem Siegerteam von Barcelona kein Schaden entstanden. Sämtliches Material war versichert.

In unserer Bildergalerie haben wir noch einmal die spektakulären Fotos der Feuers bei Williams.

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