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Williams-Chefingenieur Mark Gillan

"Ziel ist der Sprung in die Top Ten"

Mark Gillan Williams 2011 Foto: Williams 143 Bilder

Williams will in diesem Jahr zurück in die Erfolgsspur. Mit Bruno Senna als Fahrer und dem neuen FW34 hofft Chefingenieur Mark Gillan, regelmäßig in die Punkteplätze zu fahren. Keine leichte Aufgabe, wenn man auf die Ergebnisse von 2011 zurückblickt.

17.01.2012 Tobias Grüner

Bei Williams hofft man den Abwärtstrend endlich zu stoppen. Mit fünf mickrigen WM-Punkten rangierte der Traditionsrennstall 2011 auf dem zehnten Platz der Konstrukteurswertung. Nur die drei Neulinge aus der Saison 2010 waren am Ende noch schlechter platziert. Das soll sich 2012 ändern. Mit Bruno Senna hat man einen neuen Fahrer verpflichtet. Der neue FW34 soll ein Volltreffer werden.

Neuer Williams FW34 kommt Anfang Februar

"Wir haben einiges an unseren Arbeitsabläufen geändert", verriet Chefingenieur Mark Gillan am Dienstag (17.1.) in einer Telefonkonferenz. "Wir sollten Fehler und Probleme nun deutlich schneller erkennen und ausmerzen können." Mit dem Auto sei man auf einem guten Weg. Bisher sei alles im Plan. "Die Crashtests haben wir schon vor Weihnachten bestanden. Die Premiere ist für die erste Testwoche Anfang Februar in Jerez geplant. Bisher stimmen die Daten. Wir konnten alle gesetzten Ziele erreichen."

Für die kommende Saison hat Williams wieder regelmäßige Top Ten-Plätze angepeilt. "Ich weiß, dass der große Sprung nach vorne nicht einfach ist", so Gillan. "Aber von dem was wir bis jetzt vom Auto wissen, gibt es Grund einigermaßen zuversichtlich zu sein, dass wir wieder regelmäßig ins Q3 kommen und punkten können."

Gillan: "Feld rückt näher zusammen"

Dabei helfen könnte auch das Verbot des angeblasenen Diffusors. "Das neutralisiert den Vorsprung, den sich einige Teams in diesem Bereich erarbeitet hatten. Das Feld sollte damit wieder etwas näher zusammenrücken, zumindest zu Beginn der Saison. Es ist aber nur eine Frage der Zeit, bis wieder jemand den nächsten F-Schacht oder Doppeldiffusor findet." Gillan hat sogar schon Vermutungen, wie der nächste große Technik-Trick aussehen konnte, will seine Gedanken diesbezüglich aber lieber für sich behalten.

Viele Experten sehen die Unerfahrenheit der Piloten als Problem. Pastor Maldonado hat gerade einmal eine Saison hinter sich. Bruno Senna kann auf 26 Grand Prix-Rennen in zwei Jahren zurückblicken. Nummer drei im Team ist Testfahrer Valtteri Bottas, der noch auf sein Debüt wartet. "Das setzt uns natürlich zusätzlich unter Druck", gibt Gillan zu. "Aber ich sehe hier eher die großen Möglichkeiten. Alle drei Fahrer haben viel Potenzial. Unsere Aufgabe besteht nun darin, dieses Potenzial herauszukitzeln."

Senna die bessere Wahl als Sutil

Nach Aussage des Chefingenieurs habe Williams eine Handvoll Fahrer getestet, um die optimale Entscheidung zu treffen. Auf der Rennstrecke, im Simulator und im Kraftraum mussten die Kandidaten zeigen, was sie drauf haben. Deshalb habe sich die Fahrerwahl auch so lange hingezogen. "Unsere Entscheidung basiert auf vielen einzelnen Punkten, wie z.B. dem reinen Speed, Reifenmanagement, technisches Feedback, Fitness, Denkvermögen - und am wichtigsten - den möglichen Auswirkungen auf das Team. Die Leistung und das Potenzial haben am Ende den Ausschlag für Bruno gegeben."

Gillan will nicht über einzelne andere Kandidaten sprechen, gibt aber zu, dass auch Adrian Sutil eine Rolle in den Überlegungen gespielt habe. "Bruno ist unserer Meinung der Beste, wenn es darum geht, das Team nach vorne zu bringen." Ob der riskante Poker aufgeht, wird die kommende Saison zeigen.

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