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Williams findet den Fehler

Fortschritt durch Auspuff-Rückschritt

Williams-Auspuff GP Abu Dhabi 2013 Foto: ams 34 Bilder

Obwohl Williams in Abu Dhabi wieder einmal ohne Punkte abreisen musste, wurde das drittletzte GP-Wochenende von den Ingenieuren als Erfolg verbucht. Endlich ist der Fehler gefunden, der in dem FW35 steckt.

05.11.2013 Michael Schmidt

Im 17. von 19 Rennen haben die Ingenieure endlich herausgefunden, was den FW35 das ganze Jahr lang gebremst hat. Der neue Technikchef Pat Symonds hatte bei seiner Amtsübernahme im August das Saisonziel ausgegeben, dass der Fehler gefunden werden muss. "Damit  uns das 2014 nicht wieder passiert." Bis jetzt war es wie verhext. 2012 hatte Williams ein potenzielles Siegerauto. Ein Jahr später eine Niete. Und keiner konnte erklären warum.

Schrittweise zurück zu 2012

Williams hat sein Auto im Laufe der Saison praktisch komplett auf den Stand von 2012 zurückgebaut. Nase, Frontflügel, Unterboden, Heckpartie. Trotzdem war weder Besserung in Sicht, noch lieferte die schrittweise Annäherung an das erfolgreiche 2012er Auto den zündenden Funken, warum dieses Auto auf keine Änderung reagierte.
 
Eine für Korea geplante Änderung am Auspuff wurde aus Kostengründen abgeblasen. Williams wollte in der Platzierung der Endrohre Red Bull kopieren. So wie beim allerersten Test in Barcelona (siehe Bildergalerie). Davon wären auch die Seitenkästen betroffen gewesen. Doch der vom Computer errechnete Zeitgewinn hätte die Kosten von rund 500.000 Euro nicht gerechtfertigt.

Williams-Auspuff nach Hausfrauen-Art

In Abu Dhabi vollzogen die Williams-Techniker stattdessen den letzten Schritt auf dem Weg zurück zum alten FW34. Der nach McLaren-Vorbild in den Seitenkästen mündende Coanda-Auspuff mit Zielrichtung Diffusorspalte wich der Hausfrauenlösung von 2012. Da blies der Auspuff innen an der Motorabdeckung entlang auf das untere Heckflügelelement.

Die Fahrer berichteten sofort von einem Fortschritt. Das Auto verlor zwar Abtrieb, war dafür aber berechenbar. Unter dem Strich brachte das Rundenzeit. Damit war klar, dass die Balanceverschiebungen im Auto mit dem Coanda-Auspuff zu tun hatten. Immer wenn die Fahrer vom Gas gingen, verlor das Heck schlagartig Abtrieb. Die natürliche Strömung dichtete den Diffusor nicht wirkungsvoll ab.

Bottas mit viertschnellster Runde

Pastor Maldonado und Valtteri Bottas qualifizierten sich mit ihrem zurückfrisierten FW35 locker für das Q2. Im Rennen zeigten beide Fahrer eine ansteigende Form. Maldonado kam etwas besser zurecht, weil er mehr Erfahrung hat als Bottas. Doch der Finne war der erste Pilot, der im Rennen eine schnellere Runde als Sebastian Vettel drehte. Und er markierte die viertschnellste Rennrunde überhaupt. "Platz 15 ist ein schlechter Lohn für unser Auto", meinte Bottas.

Beide Williams-Piloten verloren viel Zeit bei den Boxenstopps. Nach zwei Radmutter-Verlusten hatte Williams das Sicherungssystem erneut revidiert. Die zusätzliche Sorgfalt beim Reifenwechsel resultierte in langsamen Stopps.

In unserer Bildergalerie zeigen wir Ihnen noch einmal die vielen verschiedenen Auspuff-Varianten, mit denen Williams bereits herumexperimentiert hat.

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