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Williams FW33

Kein Auto ist hinten so niedrig

Williams FW33 Launch Valencia 2011 Foto: xpb 11 Bilder

Der Formel 1-Jahrgang 2011 produziert soviele interessante Ideen wie schon lange nicht mehr. Nach dem Auspuff von Renault und den ToroRosso-Seitenkästen überrascht jetzt auch Williams die Konkurrenz mit einer eigenwilligen Lösung. Das Heck ist so flach, da kann selbst Red Bull nicht mithalten.

06.02.2011 Michael Schmidt

Auf den ersten Blick sieht der neue Williams FW33 wie ein ganz normales Rennauto aus. Guter Formel 1-Standard, urteilten die Beobachter nach dem ersten Testtag in Valencia. Das große Geheimnis des Autos blieb unerkannt, was auch daran lag, dass Williams auf eine Präsentation verzichtete. Man konnte Einzelheiten kaum erkennen, weil die Mechaniker das Auto immer hastig in die Garage zurückschoben, wenn Rubens Barrichello zu den Boxen zurückkehrte.

Keiner ist hinten flacher

Doch was zunächst ganz bieder aussah, erweist sich bei einem zweiten Blick auf das dunkelblaue Fahrzeug als genauso interessant wie der vorgezogene Auspuff von Renault oder die von vorne bis hinten eingezogenen Seitenkästen von ToroRosso. Das Heck des Williams FW33 ist extrem niedrig. Hinter der Airbox fällt die Verkleidung steil nach unten ab und mündet in einer Mini-Glocke aus Karbon, unter der Getriebe und Differential versteckt sind.

Ziel der Anordnung ist es, den unteren Heckflügel optimal anzuströmen. Williams musste dafür extra ein neues Differenzial bauen, um die Antriebswellen tiefer zu legen. Zu den Rädern steigen sie dann an. Der Eingriff erforderte wochenlange Prüfstandsarbeit, weil die stark angewinkelten Antriebswellen an der Differenzialseite höhere Temperaturen produzieren. Auch für die Hinterachse haben sich die Williams-Ingenieure eine ungewöhnliche Lösung einfallen lassen. Wegen des niedrigen Getriebes fehlt eine Basis, an der die oberen Querlenker befestigt werden können. Williams greift deshalb zu einem Trick. Die hinteren Querlenker sind an der Heckflügelstütze befestigt. Das gab es bislang noch nie.

Williams zeigt eigene Lösung

Technikchef Sam Michael notierte zufrieden, dass keiner der Konkurrenten auf diese Lösung gekommen ist. "Unser Heck ist nachträglich praktisch nicht zu kopieren. Es würde zu lange dauern, die ganze Komponenten dafür zu bauen. Wir sind im Heck deutlich flacher als alle anderen Autos. Den Red Bull mit eingeschlossen." Die Seitenkästen laufen im Heck dagegen relativ breit aus. Ist das der Preis, den Williams für den Flachbau bezahlen musste?

Sam Michael winkt ab: "Wir können im Heck auch schmal bauen. Das hängt alles davon ab, welche Kühlversion wir einsetzen. Hier in Valencia verwenden wir eine Lösung, wo wir die heiße Kühlluft seitlich am Ende der Seitenkästen austreten lassen. Wir können aber auch wie Red Bull eine große zentrale Öffnung am Ende der Airbox wählen. Dann sind wir hinten flach und schmal. Aerodynamisch macht es kaum einen Unterschied."
 

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