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Williams FW36 für 2014

Sensor verschiebt Premiere um 7 Stunden

Williams FW36 - Jerez - Formel 1-Test 2014 Foto: Baldauf /SB Medien 21 Bilder

Valtteri Bottas zählte am ersten Testtag in Jerez zu den fleißigsten Piloten. Und das obwohl der Williams-Pilot gerade einmal sieben Umläufe schaffte. Der Grund: ein fehlerhafter Sensor und Elektrik-Probleme.

28.01.2014 Andreas Haupt

Die Formel 1-Autos der Generation 2014 haben ein herausstechendes Merkmal: ihre Nase. Der neue Williams-Renner schert ebenfalls nicht aus der Reihe. Aus dem Chassis wächst dem auf den Namen FW36 getauften Wagen eine Art Ameisenbär-Nase, die sich reglementkonform bis auf 18,5 Zentimeter dem Boden nähert. Besonders ästhetisch wirkt das nicht. Und so sorgte Valtteri Bottas während seiner Presserunde nach dem ersten Testtag in Jerez für einen Lacher.

Williams FW36 optisch eine "10"

Auf die Frage, wie er seinen neuen Dienstwagen auf einer Skala von 1 bis 10 optisch bewerte, antwortete der Finne nach kurzer Überlegung: "Mit einer 10. Es ist ein schönes Auto". Ein leichtes Schmunzeln konnte er sich jedoch nicht verkneifen.  

Abgesehen von der Nase sticht beim Williams FW36 ein weiteres Detail ins Auge. Im Heck befinden sich nur kleine Luftauslässe, die Verkleidung ist fast geschlossen. Wie das mit der Kühlung klappt, bleibt das Geheimnis der Ingenieure. Ansonsten liegt das Auto optisch eher auf der konservativen Seite. Die Seitenkästen sind aufgrund der neuen Crashstruktur und der vergrößerten Lufteinlässe im Vergleich zum Vorjahr gewachsen.

An Luftleitelementen wurde gespart. Im Heck brachten die Designer knapp über dem Boden einen zusätzlichen Flügel an, der an das frühere untere Heckflügelelement erinnert. Dafür schreibt das Reglement eine maximale Höhe von 7,5 Zentimetern vor. Auf einen Monkey-Seat über dem Zusatzflügel verzichtete Williams allerdings. Die größte Änderung im Vergleich zum Vorjahr sitzt unter der Haube. Williams wechselte in der Winterpause den Motorenhersteller. Statt auf Renault-Power setzt man künftig auf die Leistung des Mercedes-V6-Aggregats.

Kein einfacher Tag für Williams

Dieses verursachte gleich ein paar Probleme, welche die Williams-Mechaniker in der Nacht vor dem ersten Testtag entdeckten. "Es war für uns kein einfacher Tag wie für viele andere Teams auch. Mercedes hat heute Morgen einen defekten Sensor entdeckt, den sie austauschen mussten. Ich bin im Endeffekt froh, dass wir wenigstens ein paar Runden geschafft haben", so Bottas. Zusätzlich hatte Williams noch mit der Elektrik zu kämpfen.

Erst gegen 16.00 Uhr konnte Bottas auf die Strecke rollen. Als der Williams-Fahrer nach seinem ersten Umlauf die Box ansteuerte, qualmte es ein wenig aus dem Heck. "Nichts Spezielles, das kann nach der ersten Ausfahrt passieren", sagte der 24-Jährige. Insgesamt brachte es der Finne, der mit dem englischen Rennstall in sein zweites Formel 1-Jahr geht, auf sieben Umläufe. Seine schnellste Zeit (1:30.082 Minuten / 3. Rang) erzielte Bottas kurz vor Testende. "Hier in Jerez geht es darum, die neuen Systeme zu überprüfen und Kilometer zu sammeln", erklärte er. Die Testfahrten in Bahrain würden in Bezug auf die Performance der Rennwagen wesentlich aufschlussreicher sein.

Trotz der wenigen Runden konnte Bottas bereits ein erstes Gefühl für seinen neuen Wagen entwickeln. Dabei machte sich am meisten die Zusatzpower von 160 PS, die von den Hybridkomponenten geliefert wird, bemerkbar. "Das Auto fühlt sich wie ein komplett anderes Fahrzeug im Vergleich zum Vorjahr an. Am Kurvenausgang, wenn man als Fahrer aufs Gas steigt, steht wesentlich mehr Drehmoment zur Verfügung. Dadurch ist die Gefahr viel größer, dass die Reifen durchdrehen - und das nicht nur unter nassen Bedingungen, sondern auch auf trockener Fahrbahn."

In unserer Galerie finden Sie die ersten Bilder vom Williams FW36.

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