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Williams F1

Williams gibt Geschäftsleitung an Parr ab

Adam Parr Foto: xpb 7 Bilder

Bei Williams ist viel in Bewegung. Ende 2009 verkaufte Frank Williams einen kleinen Teil seines Teams an den Geschäftsmann Toto Wolff. Jetzt gibt er die Geschäftsleitung ab. Sein Nachfolger an der Spitze des Teams wird Adam Parr.

08.07.2010 Michael Schmidt

Frank Williams bereitet seinen Rennstall für die Zukunft vor. Im November letzten Jahres verkaufte er eine Minderheitsbeteiligung an den österreichischen Geschäftsmann Toto Wolff. Jetzt übernimmt sein Finanzdirektor Adam Parr die Geschäftsleitung. 

Williams bleibt weiterhin Teamchef

"Ich bleibe aber Teamchef", baute Williams Gerüchten vor, er wolle sich zurückziehen. "Ich werde weiter zu den meisten Rennen kommen und werde weiterhin jeden Tag in der Firma sein. Ich musste aber eine Basis schaffen, die dieses Team für die Zukunft überlebensfähig macht." Der älteste Teamchef der Formel 1 spricht von einer Verjüngungskur und von neues Strukturen.

Parr übernimmt den operativen Teil des Geschäfts. "Da ist Adam viel besser ausgebildet als ich", sagt der Selfmademan, der seit einem Autounfall im März 1986 gelähmt im Rollstuhl sitzt.
Frank Williams muss sich auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereiten. Ein Rennstall mit 500 Angestellten lässt sich nicht mehr nach den Prinzipien führen wie 1978, als Frank Williams und sein Technikchef Patrick Head die Truppe im Alleingang führten.

Hybrid-Technik ist zweites Standbein

Williams hat sich heute ein zweites Standbein geschaffen, um auch außerhalb des Rennsports Einnahmen zu generieren. Die Tochterfirma Williams Hybrid Power ist zu einem großen Teil im Besitz des englischen Traditionsrennstalls. Sie hat mit der Entwicklung eines Hybridantriebes auf Schwungradbasis für einen Einsatz beim 24 Stundenrennen am Nürburgring bereits Werbung für sich selbst gemacht. Der Porsche mit Williams-Hybridtechnik führte das Rennen bis eineinhalb Stunden vor der Zielflagge. Patrick Head verrät: "Wir haben Aufträge aus der Auto- und Busindustrie."

Für Adam Parr bedeutet die Beförderung keine große Umstellung. Der Engländer vertrat seinen Chef bereits bei den Formel 1-Teamchefsitzungen, und er war auch in alle Vertragsabschlüsse mit Motorenpartnern oder Fahrer eingeschlossen. "Ich bin stolz für ein Team arbeiten zu dürfen, das seit 1969 in der Formel 1 vertreten ist. Es ist eine unheimliche Verantwortung für mich. Das Herz und die Seele unseres Rennstalls aber bleibt Frank."
 

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