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Williams

"Größter Entwicklungswettlauf aller Zeiten"

Nico Rosberg Foto: Wolfgang Wilhelm 23 Bilder

Williams-Technikchef Sam Michael und Nico Rosberg verlassen zufrieden die ersten Probefahrten in Portimao. Dabei sind drei der vier geplanten Testtage mit dem neuen FW31 ins Wasser gefallen.

23.01.2009 Michael Schmidt

Es war der eine Tag, an dem es für sechs Stunden trocken war, der für gute Laune sorgte. Am Mittwoch (21.1.) schloss Williams-Pilot Rosberg die verkürzte Testsession als Schnellster der Fahrer ab, die schon in den fertigen 2009er Autos saßen. "Die Zeit war zweitranging", gibt Sam Michael zu. Es kam darauf an, zu welchem Zeitpunkt man auf die Strecke ging, die mit jeder Runde immer schneller wurde.

Außerdem seien im Augenblick ohnehin nur unfertige Testträger unterwegs: "Die Autos werden schon im März total anders aussehen. Das wird der größte Entwicklungswettlauf, seitdem ich in der Formel 1 dabei bin." Williams wird bis zum Abschlusstest in Woche 11 noch einen neuen Frontflügel und eine Geheimentwicklung im Bereich des Cockpits nachschieben.

Knapp am Rekord vorbei

Entscheidend war die Distanz. Mit 672 Kilometern verfehlte Rosberg den internen Firmenrekord von 685 Kilometern an einem Testtag nur um drei Runden. "Mit einem neuen Auto haben wir so etwas noch nie erlebt."

Es gab auch bei Williams kleinere Probleme, doch die sind bis zum nächsten Probelauf ab dem 9. Februar in Jerez aussortiert. Michael hält an seiner Devise fest: "Erst muss das Auto aerodynamisch und mechanisch gesund sein. Erst wenn wir die Basisarbeit gemacht haben, kommt KERS zu Einsatz. Unser Ziel ist die hundertprozentige Zuverlässigkeit. Das könnte in einem Jahr, in dem alles neu ist, entscheidend sein."

Neue Slicks mit Hang zum Körnen

Das größte Kopfzerbrechen machen noch die Reifen. Je nach Mischung und Streckenzustand bauten sie von der ersten bis zur schlechtesten Runde um vier bis sieben Sekunden ab. Das sei kein Wunder, erklärte der Australier: "Die Strecke war grün und kalt. Da ist Körnen programmiert. Bei den Rennen mit 18 Fahrzeugen auf der Bahn und wärmerem Wetter wird es diese Probleme nicht geben."

Erfreulich ist immerhin, dass sich die Reifen im Sommer nach einer bestimmten Zeit auch wieder erholen. In der Kälte blieben die Spuren des Körnens bis zum bitteren Ende auf der Lauffläche der Hinterreifen sichtbar.

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