Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Williams im Aufwind

"Alles besser als im letzten Jahr"

Formel 1-Test, Barcelona, 23.2.2012, Pastor Maldonado, Williams Foto: xpb 9 Bilder

Williams hat in Barcelona sein wahres Gesicht gezeigt. Bestzeit durch Pastor Maldonado. Einige Experten hatten das Traditionsteam zuvor schon abgeschrieben. Doch die Ingenieure haben immer in ihre Stärke vertraut.

23.02.2012 Tobias Grüner

Um kurz nach zwölf Uhr rieben sich die Beobachter an der Rennstrecke von Barcelona verwundert die Augen. Der Williams tauchte am Donnerstag (23.2.) erstmals an der Spitze des Zeitenklassements auf. Mit den Reifen der Mischung supersoft feilte Pastor Maldonado noch einmal mehr als zwei Zehntel von der bisherigen Wochenbestzeit von Nico Hülkenberg ab.

In den sechs Testtagen zuvor war der FW34 nie mit schnellen Zeiten aufgefallen. "Wir haben heute erstmals damit begonnen, an der Performance des Autos zu arbeiten", lächelte Chefingenieur Mark Gillan am Abend verschmitzt. Das erste Ergebnis schien den Engländer zufrieden zu stellen.

Williams präsentiert sich schnell und zuverlässig

In Euphorie verfällt bei Williams allerdings keiner. Im Vorjahr sicherte sich Rubens Barrichello in Jerez die Wochenbestzeit. Beim Saisonstart war der Speed dann plötzlich weg. "In diesem Jahr ist alles besser", ist sich Maldonado sicher. "Das Auto ist viel konkurrenzfähiger. Es reagiert so, wie man es erwartet. Die Zeiten sind konstant und die Technik zuverlässig. Wir fahren jeden Tag mehr als 100 Runden. Die Ingenieure haben jede Menge Daten zum Analysieren."

Am Donnerstag spulte der neue FW34 bereits seinen 3.000 Testkilometer ab. Die meisten davon gingen auf das Konto von schier endlosen Longruns. "Wir wollten zuerst sicherstellen, dass die Basis stimmt, und wir das Auto komplett verstehen", erklärt Gillan. Während die Konkurrenz in Barcelona schon schnelle Zeiten fuhr, waren die Williams-Ingenieure immer noch mit der Grundlagenarbeit beschäftigt.

Nervös geworden ist man aber nicht. "Wir haben Vertrauen. Wir haben ein Programm und das ziehen wir wie geplant durch." Auch für Maldonado war es kein besonderes Gefühl, als er am Mittag zum ersten Mal die extra-weichen Reifen aufschnallte und der Sprit abgelassen wurde. "Aufgeregt bin ich erst im Qualifying von Melbourne. Nicht bei einem langen Testtag."

Renault-Motor bringt spürbare Verbesserung

Der Pilot hat sich in diesem Jahr viel vorgenommen. Nicht nur das Auto habe sich verbessert sondern auch er selbst. "Ich kenne das Team und die Philosphie. Ich kenne auch das Auto - es hat sich nicht groß verändert. Es ist nur schneller. Ich kenne jetzt die Strecken. Ich bin einfach viel entspannter."

Die Gründe für das schnellere Auto sind einfach. "Der neue Renault-Motor ist eine spürbare Verbesserung. Und das Auto ist einfach besser designt. Es sieht zwar außen ähnlich aus, aber unter der Haube hat sich viel getan", erklärt Gillan. In der kommenden Testwoche bringt Williams noch ein weiteres Aeropaket ans Auto. Dann sollen auch die letzten Schwächen in langsamen Kurven abgestellt sein.

Der Chefingenieur hat auch schon eine konkrete Vorstellung, wo man aktuell im Vergleich zur Konkurrenz liegt. Viel verraten will er aber nicht. "Es scheint, als sei das gesamte Feld noch einmal näher zusammengerückt. Das wird ein harter Kampf. Wir fühlen uns gut und bleiben bei unseren Zielen. Wenn wir regelmäßig in die Top Ten kommen, wäre ich glücklich. Dann kann man immer noch weitersehen."

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden