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Williams in den Top 10

Massa mit Fehler, Bottas stark

Valtteri Bottas - GP Spanien 2014 Foto: xpb 60 Bilder

Beide Williams-Fahrer konnten sich in der Qualifikation zum Grand Prix von Spanien unter die besten Zehn schieben. Trotzdem gab es gemischte Gefühle. Während sich Valtteri Bottas zufrieden zeigte, haderte Felipe Massa mit sich selbst.

10.05.2014 Andreas Haupt

Williams präsentierte sich in der Qualifikation auf dem Circuit de Catalunya als bester Mercedes-Kunde. Valtteri Bottas stellte seinen FW36 hinter dem Werksteam und dem Red Bull von Daniel Ricciardo auf den vierten Startplatz. Damit egalisierte der Finne sein zweitbestes Resultat im Zeittraining. Nur im vergangenen Jahr in Kanada kletterte er in der Startaufstellung weiter nach vorne. "Ich bin sehr zufrieden mit meiner heutigen Leistung und der des Teams. Beide Autos in Q3 zu haben, ist ein gutes Resultat", sagte Bottas, der 2014 mit Williams seine zweite Formel 1-Saison als Stammpilot bestreitet.

Setup-Veränderungen zahlen sich für Bottas aus

In den Trainingssitzungen lief es für den 24-Jährigen noch nicht rund. Bottas hatte mehr mit seinem Arbeitsgerät zu kämpfen, als ihm lieb war. Im zweiten Freien Training reihte sich der Williams-Pilot nur auf dem 14. Rang ein, am Samstagmorgen reichte es ebenfalls nicht für die Top 10. "Ich hatte ein schwieriges Wochenende bis zur Qualifikation. Im zweiten und dritten Freien Training war das Auto schwer zu fahren. Durch Veränderungen am Setup konnte ich aber mehr Vertrauen fassen. Ich kam einfach besser mit dem rutschenden Heck zurecht."

Mit seiner letzte Runde in der Qualifikation zeigt sich Bottas besonders zufrieden. "Unser Auto kann sehr leicht überfahren werden, die Grenze ist ziemlich schmal. Aber ich habe trotzdem eine tolle Runde hinbekommen", strahlte der Finne.

Massa ruiniert sein"unglaubliches Qualifying"

Im Gegensatz zu seinem Teamkollegen lief es für Felipe Massa im finalen Abschnitt alles andere als nach Wunsch. Dem kleinen Brasilianer fehlten im entscheidenden Moment vier Zehntel auf Bottas. Eine Erklärung für seinen neunten Rang hatte Massa schnell gefunden. "Ich hatte ein unglaubliches Qualifying bis zu meinem Fehler in Q3. Beim Anbremsen auf Kurve zehn haben meine Hinterräder blockiert. Dadurch habe ich locker sechs bis sieben Zehntel verloren", berichtete der Fast-Weltmeister von 2008.

"Ich bin sehr enttäuscht von mir selbst. Heute wäre es für uns möglich gewesen, die Autos auf Platz vier und fünf zu stellen. Es wird nicht einfach von Position neun aus. Aber wir sind konkurrenzfähig und unsere Dauerläufe gestern haben gepasst."

Updates funktionieren bei Williams

Was die Weiterentwicklung des Autos angeht, so lobten beide Fahrer die Arbeit der Ingenieure des englischen Traditionsrennstalls. Die neuen Teile brachten den erwünschten Zeitgewinn auf der Uhr, ein Gefühl, das Massa in der letzten Saison bei Ferrari nicht immer genoss. Sein Stallgefährte berichtet: "Die Updates haben uns nach vorne gebracht. Der Fortschritt beträgt mindestens zwei Zehntel." Trotzdem fehle es noch an Abtrieb im Heck, weshalb man ziemlich zu kämpfen habe. Der bereits mehrfach erprobte, größere Heckflügel konnte auch in Barcelona in diesem Bereich keine Abhilfe schaffen.

Mit Blick auf den Sonntag erwarten die Williams-Piloten ein enges Rennen. Die Konkurrenz heißt Lotus, Ferrari, Force India und McLaren. "Mercedes ist unerreichbar", so Massa. Bottas ergänzt: "Es sieht auch so aus, als ob Red Bull schneller ist als wir. Aber nichts ist unmöglich. Wir haben einen besseren Top-Speed, falls wir also dran sein sollten, haben wir eine Chance" Bezüglich der Reifenwahl hat Routinier Massa, der ein Zwei- oder Dreistopprennen erwartet, einen klaren Favoriten: "Der Medium-Reifen ist schneller als der harte und zudem relativ konstant."

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