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Williams beim GP Singapur

Zu konservativ mit den Bremsen

Rubens Barrichello Foto: xpb 32 Bilder

Force India spürt den heißen Atem von Williams. Im Kampf um Platz sechs im Konstrukteurspokal ist Williams bis auf vier Punkte an Force India herangerückt. Rubens Barrichello nimmt nach seinem sechsten Platz in Singapur Adrian Sutil und Michael Schumacher in der Gesamtwertung der Fahrer ins Visier.

27.09.2010 Michael Schmidt

Williams setzt seinen Aufwärtstrend fort. Der englische Rennstall kehrt mit neun Punkten im Gepäck aus Singapur zurück. Force India ist damit in Reichweite gerückt. Vor sieben Rennen betrug der Abstand noch 27 Zähler. Nach Singapur trennen Williams gerade mal vier Punkte von Platz sechs und von fünf Millionen Dollar extra aus Bernie Ecclestones Preisgeldtopf.

Bei Bremsen auf Sicherheit gesetzt

Rubens Barrichello begann das Rennen als Sechster, und er kam als Sechster ins Ziel. Der Brasilianer profitierte vom Ausfall von Lewis Hamilton und von Robert Kubicas Reifenpech. Er kam erst in der zweiten Rennhälfte richtig in Fahrt. Williams hatte aus Sicherheitsgründen viel zu große Bremsbelüftungsschächte montiert, was nicht nur aerodynamisch ein Nachteil war. "Es hat ewig gedauert, bis die Bremsen richtig auf Temperatur kamen. In den beiden Safety-Car-Phasen sind sie jedes mal ausgekühlt, und es ging wieder von vorne los."

Ein schlechter Start gehört bei dem Rekordteilnehmer fast schon dazu. Bereits beim Spurt in die erste Kurve verlor Barrichello zwei Plätze. Im ersten Renndrittel waren Nico Rosberg und Robert Kubica nicht zu halten. Nicht nur wegen der Bremsen. "Mit vollen Tanks lag unser Auto nicht besonders. Auch nach meinem Reifenwechsel hatte ich Mühe. Es dauert zu lange, bis die Bremsen und die Reifen auf Temperatur kamen."

Webber jagt Barrichello

Barrichello konnte erst an seine Trainingsleistung anschließen, als Mark Webber in seinem Rückspiegel auftauchte. Und da zeigte der Mann, der in Singapur seinen 300. Grand Prix fuhr, seine ganze Klasse. Während Webber nach seinem frühen Reifenwechsel Timo Glock, Kamui Kobayashi und Michael Schumacher relativ problemlos aufschnupfte, war bei Barrichello Endstation. "Rubens wusste genau, wo er sein Auto platzieren musste, um mich in Schach zu halten. Da er ordentliche Rundenzeiten fuhr, war es nicht so schlimm hinter ihm zu warten, bis er an die Boxen musste", erzählte Webber später.

Ab der 24. Runde machte das Gespann Barrichello/Webber sogar Zeit auf das McLaren-Tandem gut. Für Webber der Grundstein, an Hamilton und Button vorbeizuziehen, als die beiden zum Reifenwechsel in die Boxen abbogen. Barrichello hatte zu dem Zeitpunkt nur Adrian Sutil im Auge. "Wir wollten so lange draußen bleiben, bis der Vorsprung auf Sutil groß genug war, um nach dem Boxenstopp nicht hinter ihn zu fallen. Deshalb wäre ich auch ohne das zweite Safety-Car nicht viel später zum Reifenwechsel gekommen."

Williams wird in Suzuka den zweiten Teil des Aerodynamikpakets bringen, das in Singapur mit einem neuen Frontflügel und einem neuen Diffusor eingeläutet wurde. "Das ist noch einmal eineinhalb Zehntel wert", schätzt Technikdirektor Sam Michael. Barrichello ist überzeugt: "Dann können wir auch Mercedes und Renault schlagen." Von Force India redet bei Williams schon keiner mehr. Barrichello selbst hat noch Platz neun in der Fahrerwertung im Visier. Vier Rennen vor Schluss liegt er nur noch acht Punkte hinter Adrian Sutil und sieben Zähler hinter Michael Schumacher.

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