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Williams-Krise

Barrichello macht sich ernste Sorgen

Barrichello GP Spanien 2011 Foto: xpb 11 Bilder

Fünf Rennen, null Punkte. Die Krise bei Williams wird immer dramatischer. Man hat ein Auto für eine Runde, das im Rennen am hohen Reifenverschleiß scheitert. Veteran Rubens Barrichello beginnt sich Sorgen zu machen.

25.05.2011 Michael Schmidt

Frank Williams wird sich an den Beginn seiner Formel 1-Karriere zurückerinnern. Zwischen 1970 und 1974 waren WM-Punkte seiner Autos Zufallsprodukte. Nach fünf Rennen ist die Situation ähnlich hoffnungslos. Das Konto steht auf null Punkten. Man kam im Rennen noch nicht einmal in die Nähe der Top Ten.

Der Williams FW33 ist das Gegenteil vom Sauber C30. Auf eine Runde können die Williams-Piloten in die ersten fünf Startreihen fahren. Pastor Maldonado bewies es in Barcelona. Das Problem beginnt mit dem Rennen. Schlechte Starts, hoher Spritverbrauch, Pannen bei den Boxenstopps, hoher Reifenverschleiß. Im Ziel landet man dann meistens auf den Positionen 13 bis 18.

Die Entwicklungsabteilung liefert regelmäßig neue Teile, doch nicht alle funktionieren auf Anhieb. "Wir müssen in unsere Upgrades mehr Sicherheit reinbringen. Das Team reagiert zwar schnell, aber die Modifikationen funktionieren nicht alle zuverlässig", urteilt Rubens Barrichello. Der Brasilianer resümiert: "Auf dem Papier ist das Auto eine Sekunde schneller als zu Beginn der Testfahrten. Leider ist nicht alles davon am Auto angekommen."

Barrichello mit einem Wartejahr

Der Mann mit den meisten GP-Starts beginnt sich langsam Sorgen zu machen. Mit 39 Jahren muss man durch Resultate überzeugen. Wenn die ausbleiben, stempelt einen die Szene schnell als zu alt ab. Barrichello glaubt immer noch, dass der Knoten bald platzt: "Ich habe keine Angst davor, dass wir lange ohne Punkte dastehen werden. Viel mehr Sorgen macht mir, dass wir dieses Jahr mit einem revolutionären Konzept Rennen gewinnen wollten. Ich habe die 2010er Saison als eine Art Vorbereitung dafür angesehen und meine Hoffnung auf GP-Siege um ein Jahr vertagt. Als man mir das Aerodynamikkonzept mit dem flachen Getriebe gezeigt hat, war ich mir sicher, dass es sich auszahlen wird. Es ist nicht so gekommen. Das ist enttäuschend."

Barrichello sieht das Team und sich in einer schwierigeren Situation als vor zwölf Monaten. "Da war unser Potenzial nach fünf Rennen vergleichbar. Aber heute sind unsere direkten Gegner stärker." Vor allem das Rennen ist ein Problem. "Wir nutzen unsere Hinterreifen zu stark ab. Deshalb muss beim Timing der Boxenstopps und der Reifenabfolge alles stimmen, dass wir unsere Positionen halten." In Barcelona kosteten Barrichello und Maldonado zwei verunglückte Reifenstopps viel Zeit. Beide Male ging der hintere Wagenheber kaputt.

Kommt die Wende in Monaco?

In Monte Carlo will Williams die schwarze Serie beenden. Dafür spricht, dass Williams in den letzten Jahren dort meistens besser war als auf anderen Strecken. Dagegen der hohe Reifenverschleiß, der mit den weichen Mischungen eher noch größere Probleme aufwirft. "Wir müssen diese Schwäche beheben", fordert Barrichello. Er glaubt nicht, dass man der Aerodynamik zuliebe mechanische Kompromisse an der Hinterachse eingegangen ist. "Das Heck fühlt sich mechanisch wie beim Vorgänger an."

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