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Williams legt nach gegen Ferrari

"Richtig gutes Aero-Upgrade für Japan"

Valtteri Bottas - Williams - Formel 1 - GP Singapur - 19. September 2014 Foto: xpb 143 Bilder

Bei Williams läuft es derzeit rund. In der WM-Wertung liegt das britische Traditionsteam noch vor Ferrari auf Rang 3. Damit das so bleibt, wird in Japan noch einmal ein Update-Paket nachgelegt. Chefingenieur Rob Smedley erklärt, warum Williams immer stärker wird.

25.09.2014 Tobias Grüner

Williams war mit großen Fragezeichen nach Singapur gereist. Nach guten Ergebnissen auf den Power-Strecken von Spa und Monza drohte wieder eine Niederlage gegen WM-Konkurrent Ferrari. Doch am Ende machte Ferrari nur 6 Zähler gut - und das, obwohl Valtteri Bottas wegen Problemen mit der Lenkung und erhöhtem Reifenverschleiß ohne Punkte blieb.

Williams mit guter Arbeit an der Strecke

"Wir haben mit dem Ferrari von Kimi Räikkönen ein schnelleres Auto geschlagen. Viel mehr kann man nicht erwarten", zeigte sich Chefingenieur Rob Smedley zufrieden. Vor allem die Arbeitsweise seines Teams lobte der ehemalige Ferrari-Techniker. Am Freitag sah noch alles nach einer Pleite aus. Williams fuhr mehrere Sekunden hinterher. Doch dann schaffte das Team die Wende.

"Wir wussten relativ schnell woran es liegt und haben die korrekten Gegenmaßnahmen eingeleitet", so Smedley. Technikchef Pat Symonds sprach sogar davon, dass Williams an der Strecke so gut gearbeitet hat, wie noch nie in seiner Amtszeit. "Da stimme ich zu", grinste Smedley.

Suzuka und Sochi passen Williams besser

Der Engländer blickt optimistisch auf den nächsten Doppelschlag in Suzuka und Sochi. "Die kommenden Strecken haben einen größeren Power-Effekt. Der Luftwiderstand spielt dort auch eine wichtigere Rolle. Das sind unsere Stärken." Hier will man sich einen Puffer auf Ferrari erarbeiten. Nach dem guten Abschneiden auf der Angststrecke in Singapur muss sich Williams nirgendwo mehr fürchten.

Nur die alte Schwäche Reifenverschleiß könnte in Japan ein Problem werden. "In Sachen Reifen-Management werden wir immer besser. Das hat uns schon in Singapur sehr geholfen", wiegelt Smedley ab. In Russland, nur eine Woche nach Suzuka, sollten die Reifen dagegen kein Thema werden. "Da hat Pirelli sehr konservativ gewählt. Da sollten wir also richtig gut aufgestellt sein."

Williams mit neuem Aero-Paket in Japan

Williams hat aber noch einen anderen Grund, optimistisch in die nächsten Rennen zu gehen. "In Japan kommt unser neues Aerodynamik-Paket. Unsere Performance-Abteilung hat sehr gut gearbeitet. Das sollte ein richtig ordentliches Upgrade sein", erklärt Smedley.

"Besonders zufrieden bin ich darüber, dass wir trotz der Weiterentwicklung keine Ressourcen für das kommende Jahr reduzieren mussten. Wir arbeiten sehr schlank und effizient und stecken so viel wie möglich schon in das Auto für 2015."

Langsam wächst Williams wieder zu alter Stärke: "Ich habe es von Anfang an gesagt: Wenn dieses Team einen WM-Titel gewinnen will, muss es besser arbeiten als alle anderen. Wir haben in Singapur gesehen, dass wenn man mit einem guten Plan in ein Rennen geht, auf alles vorbereitet ist und den Plan gut durchzieht, man auch Autos schlagen kann, die eigentlich ein paar Zehntel schneller sind." Autos wie Mercedes zu schlagen, die 2 Sekunden schneller sind, sei allerdings etwas viel verlangt, so Smedley.

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