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Williams patzt in Ungarn

Verstappen vermasselt Bottas Punkte

Valtteri Bottas - GP Ungarn 2015 Foto: xpb 66 Bilder

Williams geht mit dem zweiten Nuller der Saison in die Sommerpause. Den weiß-blauen Rennern fehlt es in langsamen und mittelschnellen Kurven immer noch an Anpressdruck. In Spa und Monza sollte es nach den Ferien wieder deutlich besser laufen, hoffen die Piloten.

30.07.2015 Andreas Haupt

Für Williams war der GP Ungarn das zweitschlechteste Rennen des Jahres nach Monaco. Im Fürstentum hatten Valtteri Bottas und Felipe Massa die Ränge 14 und 15 belegt. In Budapest sprangen die Positionen 12 und 13 heraus. In der umgekehrten Fahrerfolge. "Unsere Pace war ziemlich schwach. Red Bull, Ferrari und Mercedes waren klar schneller als wir. Und Force India dahinter nicht viel langsamer", beklagte sich Bottas nach dem Rennen.

Hungaroring keine Piste nach Williams-Geschmack

Drei Wochen zuvor war Williams noch die zweite Kraft im Feld hinter Mercedes. Wie kam es zu dem negativen Umschwung und dem punktelosen Ergebnis? Der Hungaroring schmeckte in seiner Charakteristik dem Auto nicht. "Besonders die langgezogenen Kurven im letzten Sektor haben uns wehgetan. Je mehr Zeit wir in solchen Kurven verbringen, desto mehr büßen wir ein", sucht der Finne nach Erklärungen. Es ist das alte Leiden. Williams ist stark auf den Geraden und in schnellen Kurven. Solche wie in Silverstone. In langsamen Ecken mangelt es dagegen an Anpressdruck.

Obwohl die Ingenieure für den GP Ungarn das nächste Update zur Problembehandlung nachschoben - einen neuen Frontflügel nach Mercedes-Vorbild. Der neue Flügel zierte allerdings nur das Auto von Bottas. Ein zweites Exemplar konnte nicht rechtzeitig gefertigt werden. Der Zeitgewinn stellte sich allerdings als bescheiden heraus. "In den Kurven gibt er uns ein bisschen mehr Abtrieb. Der Zugewinn war jedoch klein. Aber es ist ein gutes Konzept und sollte uns für die Zukunft nach vorne bringen", meinte der aktuell WM-Vierte.

Für Massa war der Weg von Startposition acht nach hinten schon vor dem Erlöschen der Ampeln vorgezeichnet. Der Brasilianer parkte seinen FW37 3 Meter zu weit vorne in der Startbox, weil er die gelben Orientierungslinien nicht fand. In Belgien 2010 passierte ihm schon mal ein ähnliches Malheur, das jedoch ohne Strafe blieb. Erst ein Youtube-Video ein paar Tage nach dem Rennen hatte den Brasilianer entlarvt.

Bottas auf Kurs zu sechstem Rang

In Budapest schauten die Regelhüter genauer hin. Und belegten den Williams-Pilot mit einer Strafe. Kurios: Auch beim zweiten Startversuch fand Massa die Orientierungshilfen nicht. Sein Team wies ihn aber an, lieber zu früh als zu spät zu halten.

Die fällige Fünfsekunden-Strafe, die er beim ersten Boxenstopp absaß, warf Massa ins hintere Mittelfeld in den Verkehr. Das höchste der Gefühle für den Routinier, der besonders auf den Medium-Reifen zu kämpfen hatte, war ein zwischenzeitlicher neunter Platz. Ein letzter Boxenbesuch in der 54. Runde brachten Massa vollends um ein zählbares Resultat.

Bottas dagegen befand sich bis zum Restart auf Kurs zu Platz sechs. Dann schlitzte ihm Max Verstappen im Kampfgetümmel in der fünften Kehre einen Reifen auf. "Ich habe es in der Schikane beim Umlegen von rechts nach links gespürt. Danach war das Spiel vorbei. Ich hatte einen Plattfuß und musste langsam zurück zur Box, um nicht noch mehr zu beschädigen." Es war nicht der einzige Fremdkontakt für Bottas. Im ersten Renndrittel geriet er kurz mit Lewis Hamilton aneinander. "Wir sind leicht zusammengeraten. Zum Glück wurde nichts beschädigt."

Große Hoffnung für Spa und Monza

Der Blick des finnischen Williams-Piloten, der bei Ferrari für die kommende Saison im Gespräch ist, richtet sich nach nach dem enttäuschenden Rennverlauf nach vorn. "Es ist schade, mit null Punkten abzureisen. Es warten aber noch viele gute Strecken auf uns." Zum Beispiel die ersten zwei nach der Sommerpause. "Spa wird eine komplette andere Geschichte. Die langen Geraden und die High-Speed-Kurven schmecken unserem Auto", urteilt Bottas. Und mit Monza folgt die nächste Hochgeschwindigkeitsstrecke.

Bottas gewinnt dem schwachen Ungarn-Wochenende so sogar noch etwas Gutes ab. "Es ist gar nicht so schlecht, dass es uns hier getroffen hat. Auf anderen Strecke wäre der Punkteverlust höher ausgefallen." Die Abtriebs-Schwäche soll dennoch lieber früher als später behoben werden. "Wir müssen pushen. Wir brauchen für Strecken wie Singapur und Suzuka mehr Abtrieb."

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