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Williams-Pilot Nico Rosberg

"Wir sind die vierte Kraft"

Nico Rosberg Foto: Williams F1 23 Bilder

Nico Rosberg bleibt trotz der Enttäuschung beim GP China bei seiner Einschätzung: Sein Williams-Team ist im Augenblick die vierte Kraft im Feld. Jetzt muss Williams aber endlich mal richtig punkten.

22.04.2009 Michael Schmidt

Für Nico Rosberg ist der Blick in den Zwischenstand der Formel 1-Weltmeisterschaft 2009 ernüchternd. Der Williams-Pilot liegt mit 3,5 Punkten auf Rang elf. Dabei hätten es an seinen Leistungen gemessen mindestens drei Mal so viele Zähler sein können. Nico Rosberg fuhr in Melbourne die schnellste Rennrunde, er führte in Sepang das Rennen für 15 Runden lang souverän an, und er qualifizierte sich drei Mal ohne Mühe in den Top Ten. Leider gibt es dafür keine Punkte.

Rückstand ist aufzuholen

Nico Rosberg traut sich trotzdem zu sagen: "Wir sind hinter Brawn GP, Red Bull und Toyota die vierte Kraft." Der 23-jährige Deutsche schätzt den Rückstand auf die seiner Meinung nach immer noch überlegenen Brawn GP auf sieben Zehntel pro Runde. Kein Beinbruch, sagt Rosberg: "In diesem Jahr gibt es größere Entwicklungssprünge als je zuvor. Da ist so ein Rückstand aufholbar." In schnellen Kurven sei sein Williams sogar besser als die Brawn GP. "Die gewinnen in den langsamen Ecken. Deren Auto generiert mehr Abtrieb bei höheren Bodenfreiheiten."

Für Nico kommt die Palastrevolution der Formel 1 nicht überraschend: "Die Teams haben zehn Jahre lang ein Zweirad optimiert. Jetzt waren sie gezwungen, ein Dreirad zu bauen. Da kann es dazu kommen, dass sich die Reihenfolge umdreht.“ Rosberg ist mit dem Aufschwung bei Williams zufrieden: "Wir haben unser Entwicklungsprogramm neu strukturiert und aus den Fehlern von 2008 gelernt." Seine WM-Favoriten heißen Button und Barrichello. "Für uns ist aber noch nichts verloren. Das große Fragezeichen ist jetzt: Wie schnell holen die auf, die den doppelstöckigen Diffusor noch nicht haben?"

Prognose ist schwierig

Über seine Zukunft will Nico Rosberg noch nicht nachdenken. Sein Vertrag bei Williams läuft Ende des Jahres aus. Der positive Trend bei Williams kommt ihm entgegen. Auch wenn das Punktekonto noch mager gefüllt ist, kann er sich mit dem Williams FW31 gut ins Schaufenster stellen. Rosbergs Ziel ist es, 2010 bei einem Top-Team zu landen. "Doch wer ist 2010 ein Top-Team?", fragt er. "Das ist bei dem Umsturz, der gerade stattfindet, ganz schwer vorherzusagen.“ Das Comeback eines Jenson Button gibt ihm Mut. Es zeigt, wie wichtig das Auto für einen Fahrer ist. "Ich würde sagen, dass zehn Fahrer in diesem Feld das Potenzial zum Weltmeister haben, wenn sie im richtigen Auto sitzen würden."

Williams muss sich im Rennen verbessern, um die guten Trainingsergebnisse auch in WM-Punkte umzusetzen. "Wir wurden bisher unter Wert geschlagen", ärgert sich Technikchef Sam Michael. Der Australier fordert. "Gerade jetzt, wo wir noch einen Vorsprung auf die Top-Teams Ferrari, McLaren, BMW und Renault haben, müssen wir uns ein Polster an Punkten für die zweite Saisonhälfte schaffen. Dann wird es bestimmt enger."

Pech und Pannen zu Saisonbeginn

Beim GP Australien lag ein Podestplatz greifbar nahe, doch ein verunglückter Boxenstopp und ein zu langer Schlussturn mit den extraweichen Reifen ließen Rosberg auf Platz sechs abrutschen. Auch in Malaysia hatte Rosberg die Form für eine Platzierung auf dem Treppchen. Doch Williams pokerte im Regenchaos falsch. Die Boxenstopps und Reifenwechsel waren unglücklich getimt. Am Ende sprang nur ein achter Platz und ein halbes Pünktchen dabei heraus.

Gleiches Spiel in Shanghai. Rosberg fuhr zu früh an die Tankstelle, im Glauben, das erste Safety-Car bleibt länger auf der Strecke. Damit fand sich der Williams-Pilot mit Fernando Alonso, der gleich taktierte, am Ende des Feldes wieder. Ein aussichtsloses Unterfangen angesichts der katastrophalen Sichtverhältnisse. Der Wechsel auf Intermediates in der Schlussphase war eine Verzweiflungstat, die sich nicht auszahlte. Prompt setzte der Regen wieder stärker ein.

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