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Williams - Formel 1 - GP Monaco - 22. Mai 2013 97 Bilder Zoom

Williams probiert alte Nase: Zurück zu 2012er Technik

Williams rüstet sein Auto langsam zurück. Nachdem in Barcelona bereits der Unterboden und die Leitbleche dem FW34 von 2012 angepasst wurden, unternahm Pastor Maldonado am ersten Trainingstag in Monte Carlo einen Test mit der alten Nase und dem alten Frontflügel.

Williams ist weiter auf der Suche nach dem Problem, das den neuen FW35 bremst. Im Verdacht steht die Interaktion zwischen Nase, Frontflügel und der vorderen Kufe des Unterbodens. Dort macht die Strömung nicht das, was sie soll. Deshalb klagten die Fahrer bei den ersten Rennen über ein instabiles Fahrverhalten beim Einlenken.

Das erstaunte die Ingenieure, da der letztjährige Williams gerade am Kurveneingang seine Stärken hatte. Das Problem 2012 war die Traktion. Daran haben die Techniker über den Winter gearbeitet. Mit dem Ergebnis, dass die Traktion verbessert wurde, das Auto seine Fahrer aber beim Einlenken vor unerwartete Probleme stellte.

Neue Nase harmoniert nicht mit altem Unterboden

Weil sämtliche Modifikationen und Setup-Varianten ins Leere liefen, begann Williams ab dem GP Spanien sein Fahrzeug zurückzurüsten. Der FW35 wurde mit einem FW34-Unterboden und den zugehörigen Leitblechen bestückt. Das Experiment ging in die Hose. Das Auto lenkte zwar besser in die Kurven ein, fiel dann aber ab Kurvenmitte ins Untersteuern und am Kurvenausgang ins Übersteuern.

In Monte Carlo ging die Truppe um Mike Coughlan noch einen Schritt weiter. An Pastor Maldonados Auto wurden die letztjährige Nase mit dem Knick im Chassis und der alte Frontflügel getestet (siehe Bildergalerie). Und da bestätigte sich der Verdacht, dass die FW35-Nase samt Flügel nicht mit dem vorderen Teil des Unterbodens harmoniert hat.

Alter Williams-Flügel nicht regelkonform

Maldonado schaffte in der ersten Trainingssitzung prompt die sechstschnellste Zeit, nur 0,798 Sekunden hinter dem Schnellsten Nico Rosberg. Trotzdem wird der Venezolaner auch in Monaco mit den neuen FW35-Teilen antreten müssen. Der alte Frontflügel erfüllt nicht die neuen Steifigkeitsvorschriften. Er würde beim FIA-Test durchfallen. Seit diesem Jahr werden die Frontflügel-Flaps an vier statt nur zwei Punkten auf ihre Biegsamkeit getestet.

Michael Schmidt

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ams

Datum

23. Mai 2013
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