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Rubens Barrichello

Williams will in Melbourne in Startreihe drei

Rubens Barrichello - Williams Foto: Willams 25 Bilder

Williams ist mit seinem Technik-Facelift des Barcelona-Tests zufrieden. Für die ersten zwei Rennen hat man sogar noch Entwicklungen in der Hinterhand. Rubens Barrichello erwartet Startplätze im vorderen Feld.

14.03.2011 Michael Schmidt

Rubens Barrichello stieg in der letzten Testwoche von Barcelona vorzeitig aus. Der Brasilianer hätte eigentlich den ganzen Freitag fahren sollen, doch Williams disponierte angesichts der schlechten Wettervorhersage für Samstag um. Pastor Maldonado durfte am Nachmittag ins Cockpit.

"Ihm fehlen Kilometer auf trockener Piste", begründete Technikchef Sam Michael den Schritt, der bei Barrichello wenig Gefallen fand. Allzu viele Kilometer kamen bei Maldonado nicht dazu. Genau genommen nur 51. Den Rest des Nachmittags stand der Williams FW33 wegen technischer Probleme in der Box.

Williams verlässt Barcelona mit gemischten Gefühlen. Eigentlich hatte das selbst entwickelte KERS bereits die Rennfreigabe erhalten, da gab es am Mittwoch plötzlich Alarm. Ein Satz Batterien ging flöten. Weil es insgesamt nur noch drei gibt, schaltete Williams für den Rest der Woche den Hybridantrieb ab. Sam Michael reiste einen Tag früher ab. "Ich muss mich um das Problem kümmern. Wir wissen, was den Defekt ausgelöst hat, aber wir wissen nicht warum." Der Seuchenherd liegt in der Leistungselektronik.

Williams verbessert sich auf Longruns

Das Facelift mit neuen Flügeln vorne und hinten, einer schlankeren Motorverkleidung, neuen Seitenkästen und Bremsbelüftungen brachte den Fortschritt in einer Disziplin, die Williams so nicht erwartet hat. "Wir haben uns in den Dauerläufen deutlich gesteigert", verrät Rubens Barrichello. "Das Auto geht viel schonender mit den Reifen um." Die Annahme, dass sich das gleiche auf die Rundenzeit übertragen lässt, wurde enttäuscht. "Auf eine Runde haben wir nicht den Zeitensprung gemacht, den wir uns erhofft hatten", gab Sam Michael zu.

Die Rundenzeiten beweisen es. Mit Reifen der Marke supersoft fuhr Barrichello an seinem letzten Testtag vor dem Saisonstart 1.22,2 Minuten. Mit dem Reifentyp soft war er zwei Zehntel langsamer. Damit verlor er auf Michael Schumacher 1,2 Sekunden. Barrichello klagte über ein schlecht ausbalanciertes Heck. "Komisch, gestern lag das Auto noch perfekt." Außerdem war KERS abgeschaltet. "Auf eine Quali-Runde bringt KERS vier Zehntel, weil du auf der Zielgeraden zwei Mal boosten kannst", rechnet Sam Michael vor.

Williams hat Sauber im Griff

Da Williams nie unter 30 Kilogramm Sprit abgetankt hat, sind 1.21er Zeiten keine Utopie. "Die Mercedes-Zeiten schaffen wir nicht ganz", räumt Michael ein. "Aber Sauber haben wir im Griff. Wir haben mit GPS-Messungen die besten Runden von Sergio Perez und Rubens übereinander gelegt. Rubens war in jeder Kurve schneller. Aber der Sauber nimmt uns allein auf der Zielgeraden vier Zehntel ab. Das ist allein der KERS-Faktor."

Es kann aber auch sein, dass der Ferrari V8 mehr Power abgibt als der Cosworth-Achtzylinder im Williams-Heck. Experten glauben, dass die stark angewinkelten Antriebswellen des FW33 wegen erhöhter Reibung einige PS schlucken.

Williams-Updates für Melbourne und Malaysia

Sam Michael ist dennoch zuversichtlich. In Melbourne wird noch einmal ein neuer Frontflügel nachgeschoben. Und in Malaysia kommt der neue Auspuff nach Vorbild von Red Bull. "Wir hatten bei der Produktion der Auspuffendrohe Probleme. Deshalb sind wir in Barcelona eine Zwischenlösung gefahren. Der Auspuff mündet weiter innen an der Motorverkleidung, zielt aber jetzt von dort nach außen. Bis Malaysia werden wir das ganze Endrohr in den Boden verlegen und wie Red Bull in den Ausschnitt vor den Hinterrädern blasen." Und was sagen die Simulationen? "Ein großer Schritt." Barrichello glaubt: "Für Platz fünf oder sechs in der Startaufstellung könnte es reichen."

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