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Williams rüstet für GP Türkei auf

Williams setzt auf neue Flügel

Pastor Maldonado Foto: Pirelli 21 Bilder

Der erste WM-Punkt ist Pflicht. Nach drei Nullrunden will Williams beim GP Türkei die Form wiederfinden, die das Auto bei den Testfahrten aufblitzen ließ. Die Hoffnung liegt auf einer Aerodynamikoffensive.

30.04.2011 Michael Schmidt

Beim GP China war Williams ans hintere Ende des Mittelfeldes abgerutscht. Am kommenden Wochenende in Istanbul will der Traditionsrennstall wieder an Force India und ToroRosso vorbeiziehen und zu Sauber aufschließen. Technikchef Sam Michael glaubt weiterhin: "Die Basis des Autos sollte gut genug sein, um damit um Platz vier hinter den drei Topteams zu kämpfen. Wir haben das Potenzial des FW33 nicht annähernd ausgeschöpft. Wegen der vielen Probleme konnten wir bei der Fahrzeugabstimmung nur einen Teil der Möglichkeiten ausprobieren."

Probleme mit dem Frontflügel

Der Williams FW33 hat seine Ingenieure und Fahrer bei den ersten drei Rennen im Stich gelasssen. Und keiner konnte sich zunächst erklären, wo die verlorene Zeit liegengeblieben war. Jetzt sieht die Truppe von Sam Michael Licht am Ende des Tunnels. Der Frontflügel steht im Zentrum der Fehleranalyse. "Wir werden in der Türkei mit einer neuen Version fahren", verrät Michael. "Es folgen in Barcelona und Monte Carlo weitere Schritte mit diesem Konzept. Zuletzt haben wir im Windkanal eine neue Entwicklungsrichtung beim Frontflügel entdeckt. Schon der Schritt in der Türkei wird relativ groß ausfallen", verspricht Michael.

Die Fahrer hatten bei den ersten drei Rennen über starkes Untersteuern geklagt, das bei den Testfahrten in dem Ausmaß nicht zu erkennen war. Die aerodynamischen Fortschritte seit Melbourne kamen hauptsächlich im Heck des Autos an. "In der Fabrik sehen wir überall große Fortschritte, aber nicht alle kamen auf der Strecke an", bedauerte Michael. Das erinnert an die Situation bei Ferrari. Auch bei Williams war erst einmal Fehlersuche angesagt, bevor die neuen Teile für das nächste Rennen abgesegnet wurden.

Neuer Auspuff kommt später

Zum neuen Frontflügel kommen auch modifizierte Bremsbelüftungen, um die Strömung innerhalb der Räder zu verbessern. Wenn es bei der Produktion keine Pannen gibt, tritt auch ein neuer Heckflügel die Reise nach Istanbul mit an. "Er weist ein aggressiveres Design auf, damit wir beim Topspeed mehr von der Flapverstellung profitieren", erklärt Michael. Im Vergleich zu Mercedes arbeitete die DRS-Hilfe am Williams enttäuschend. "Mercedes hat bis zu sieben km/h mehr gewonnen als wir. Allerdings auch um den Preis, dass hin und wieder die Strömung abgerissen ist. Das ist die Kehrseite der Medaille. Wir hoffen, dass wir mit unserem neuen Flügel genau die goldene Mitte getroffen haben."

Der in Shanghai einen Tag lang geteste neue Auspuff nach Red Bull-Vorbild und der dazugehörige Unterboden feiern erst beim übernächsten Rennen in Barcelona ein Comeback. Das System muss im Windkanal nachsitzen. Sam Michael erwartet deshalb den endgültigen Anschluss an die bei den Testfahrten gezeigten Leistungen auch erst für Barcelona. "Dann sollten wir in der Lage sein, ein Auto in die Top Ten zu bringen."

Mark Webbers Fahrt von Startplatz 18 auf Rang drei hat die Strategen im Williams-Camp nachdenklich gemacht. "Wenn du dir nicht ganz sicher bist, ein Auto ins Q3 zu bringen, dann verschenkst du lieber ein paar Startplätze zwischen 11 und 17 und sparst dir dafür einen oder zwei frische Reifensätze. Der Gewinn im Rennen macht das locker wieder weg, speziell auf Strecken mit hohem Reifenabbau wie zum Beispiel Istanbul." Einen weichen Reifensatz werden Rubens Barrichello und Pastor Maldonado jedoch opfern müssen. "Nur Red Bull und McLaren können mit harten Reifen Q1 überstehen. Wir brauchen für diese Hürde einen Satz weicher Reifen."
 

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