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Williams

Sam Michael beerbt Patrick Head

Foto: BMW

Williams-BMW hat personelle Konsequenzen aus dem bisher enttäuschenden Saisonverlauf in der Formel 1 gezogen. Wie erwartet wurde am Dienstag (25.5.) der bisherige Williams-Chefingenieur Sam Michael zum Technischen Direktor befördert und Nachfolger von Patrick Head.

25.05.2004

Head, Williams-Mitbegründer und mit 30 Prozent an dem Rennstall beteiligt, zieht sich aus dem Alltagsgeschäft weitgehend zurück und rückt auf den neu geschaffenen Posten des "Director of Engineering".

Der 57-Jährige übernimmt die Gesamtverantwortung für den Ingenieursbereich. Er soll sich um langfristige technische Strategien des britischen Rennstalls kümmern. Bei der Eröffnung des neuen, zweiten Windkanals am Williams-Sitz im englischen Grove teilte Teamchef Frank Williams ferner mit, dass die Zusammenarbeit mit Motorpartner BMW weiter vertieft wird.

Head: "Das ist nicht das Vorspiel zum Rückzug."

Head trat Spekulationen entgegen, nach der Räumung des neben dem Teamchef einflussreichsten Postens als Technikchef würde er sich allmählich zurückziehen. "Um das klarzustellen, ich werde weiterhin am Tagesgeschäft beteiligt sein und Anteilseigner von Williams bleiben. Das ist nicht das Vorspiel zum Rückzug", sagte er. "Als Adrian Newey 1990 zu uns kam, wurde ich vom Chefdesigner zum Technischen Direktor. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt und die Gelegenheit für einen weiteren Wechsel." Er werde Sam Michael weiter beratend zur Seite stehen.

Die Änderungen kamen nicht überraschend. Nach dem mäßigen Saisonstart war vor allem Head in die Kritik geraten. Der Rennwagen FW26 ist derzeit kaum siegfähig. Auch der Automobil-Konzern BMW, dessen Motor als der leistungsfähigster im WM-Feld gilt, war unzufrieden mit der bisherigen Bilanz. BMW-Technikvorstand Burkhard Göschel hatte Ende April bereits festgestellt: "So geht es nicht weiter. Es muss sich etwas ändern, und zwar schnell. Wir werden Williams jetzt auch in ihren Hoheitsgebieten unterstützen."

Michael als Hoffnungträger

Head hatte vor dem Großen Preis von Monaco am vergangenen Sonntag zudem mit Äußerungen für Ärger gesorgt, dass Pilot Ralf Schumacher nach seinem schweren Test-Unfall im vergangenen September in Monza nicht mehr richtig in Form sei. Vor dem Großen Preis von Europa auf dem Nürburgring am Sonntag rangiert Williams-BMW in der WM-Teamwertung an vierter Stelle. Der Kolumbianer Juan Pablo Montoya ist Fünfter im Fahrerklassement, sein Teamkollege Ralf Schumacher Siebter.

Der Australier Sam Michael ist nun der neue Hoffnungsträger im Team. Der 33-Jährige, der 2001 zu Williams-BMW kam und zuvor bei Lotus und bei Jordan gearbeitet hatte, ist nun verantwortlich für das das Design, die Entwicklung und den Einsatz des Rennwagens. "Ich bin sehr froh, dass man mir ein solch großes Vertrauen entgegenbringt", sagte Michael, der zu Beginn seiner Zeit bei Williams-BMW Renningenieur von Ralf Schumacher war.

BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen begrüßte die Änderungen bei Partner Williams und die Vertiefung der Zusammenarbeit: "Als wir uns vor einem Jahr entschieden, die Partnerschaft zu erweitern, stimmten wir überein, dass ein Ziel sein würde, beide Seiten zu einer Einheit zusammenzuführen." So etwas passiere natürlich nicht über Nacht. "Es ist ein Prozess, der Zeit beansprucht. Die neue personelle Organisation bei Williams ist ein wesentlicher Schritt zu diesem Ziel."

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