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Williams schafft Wende

"Müssen irgendwie an Ferrari vorbei"

Felipe Massa - Williams - Formel 1 - GP Singapur - 19. September 2014 Foto: xpb 72 Bilder

Williams sah am Trainingsfreitag noch nach einem hoffnungslosen Fall aus. Doch im Qualifying trumpften Felipe Massa und Valtteri Bottas plötzlich auf. Es hätte sogar noch mehr herausspringen können als die Startplätze 6 und 8.

20.09.2014 Tobias Grüner

Selbst Fernando Alonso musste nach dem Qualifying zugeben, dass er nicht mit dieser Wende bei Williams gerechnet hatte. Die weißen Autos präsentierten sich im Vergleich zum Trainingsfreitag wie verwandelt. In den ersten Sitzungen noch im Hinterfeld der Tabelle kämpften Felipe Massa und Valtteri Bottas am Samstag plötzlich um Startplätze in den ersten Reihen.

Williams baut Auto über Nacht um

"Unsere Jungs wussten schon ziemlich schnell nach dem zweiten Training, was das Problem war. Die Reifen waren einfach zu heiß. Sie haben noch während der ersten Runde aufgegeben", berichtete Massa. Mit Setup-Änderungen am Luftdruck und am Fahrwerk konnten die Ingenieure das Auto deutlich schneller machen.

"Die Verbesserung war riesig", strahlte Bottas. "Einmal von gestern auf heute und dann nochmal zum Qualifying. Wir haben gestern die Reifen im Longrun komplett überhitzt. Ich hoffe, dass wir jetzt im Rennen mit den Ferrari kämpfen können. Wir müssen irgendwie an ihnen vorbei kommen."

Bottas mit Fehler im Q3-Finale

Bottas machte sich das Leben allerdings selbst schwer. "Ich habe im Q3 leider einen Fehler eingebaut - ein Verbremser in der ersten Kurve - und musste die Runde abbrechen. Ich habe mir den Gummi komplett von der Leinwand gebremst. Schon der erste Run im Q3 war nicht perfekt. Das hätte ich besser machen können. Da war mehr drin."

Sein brasilianischer Teamkollege erwischte dagegen einen nahezu perfekten ersten Anlauf. "Im Q3 gab es einen großen Kampf. Ich habe gleich eine sehr gute Runde hingelegt. Ich wusste, dass ich mich nicht mehr viel verbessern kann. Da habe ich dann noch ein paar Positionen verloren. Aber mit 4 Zehnteln Rückstand können wir zufrieden sein."

Dass Williams auf einer kurvigen Strecke so auftrumpfen kann, war nicht zu erwarten. Bisher hatten die weißen Autos nur auf schnellen Kursen um Podiumsplätze kämpfen können. "Der geringe Abstand nach vorne war wirklich eine positive Überraschung", so Bottas. "Das ist ein gutes Zeichen. Das beweist, dass wir wenigstens etwas Abtrieb haben. Wir müssen weiter arbeiten, aber es ist nicht so schlimm. Das gibt uns Zuversicht für die letzten Rennen. Es kommen noch mehr Verbesserungen. Ich denke, wir können weiter starke Ergebnisse abliefern."

Fragezeichen vor dem Rennen

Weil Williams mit dem umgebauten Setup am Samstag noch nicht viele Kilometer fahren konnten, gehen die Piloten mit etwas Ungewissheit ins Singapur-Rennen. "Ferrari sieht sehr stark aus. Aber wir werden einen harten Kampf liefern", so Massa. "Vielleicht können wir sie schlagen. Vielleicht geht es aber auch nur darum, nicht so viele Punkte zu verlieren und ein vernünftiges Ergebnis abzuliefern."

Auch in Sachen Strategie gibt es noch Fragezeichen. "Gestern war ich sicher, dass wir 3 Mal stoppen müssen. Jetzt ist es knapp zwischen 2 und 3. Da müssen wir mal abwarten, wie sich das Auto im ersten Stint verhält", so Massa. Und Bottas fügt an: "Ich hoffe, dass wir im Rennen nicht 3 Mal stoppen müssen. Weil man hier so schwer überholen kann, wäre das eine große Strafe. Es ist ein schmaler Grat, wie viel Gas man geben kann ohne die Reifen zu überfordern."

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