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Williams schlägt Ferrari

Reifenmanagement als Schlüssel

Felipe Massa - Williams - GP England - Silverstone - Qualifying - Samstag - 4.7.2015 Foto: xpb 58 Bilder

Felipe Massa und Valtteri Bottas starten beim GP England gemeinsam aus der zweiten Reihe. Am Trainingsfreitag hatte es danach noch nicht ausgesehen. Doch mit ein paar Änderungen bekam der Traditionsrennstall die überhitzenden Reifen in den Griff.

04.07.2015 Andreas Haupt

Ferrari orientiert sich nach vorne Richtung Mercedes. Statt aber näher an das große Ziel zu rücken, zieht Williams an den Italienern vorbei. In Kanada und Österreich schnappte je ein Williams der Scuderia den letzten Podestplatz weg. Im Qualifying zum GP Österreich 2015 ließen Felipe Massa und Valtteri Bottas nun sowohl Kimi Räikkönen als auch Sebastian Vettel hinter sich. Massa brummte dem schnelleren der beiden roten Autos fast drei Zehntel auf.

Enger Zweikampf zwischen Massa und Bottas

Die Startplätze drei und vier sind das beste Ergebnis für Williams in der 2015er Saison in einem Qualifying. Bereits im ersten Schuss im dritten Qualifikations-Teil setzten sich Massa und Bottas vor Ferrari. Im letzten Versuch auf den Medium-Reifen entwickelte sich dann ein spannender Zweikampf zwischen dem Brasilianer und dem Finnen. Mit dem besseren Ausgang für Massa.

In 1:33,085 Minuten holte sich der Vizeweltmeister von 2008 den dritten Rang. "Wir haben das ganze Qualifying eng gegeneinander gekämpft, besonders in Q3. Ich habe es zum Schluss einfach geschafft, eine fantastische Runde hinzulegen, und seine Zeit ein wenig zu unterbieten." Für Bottas blieb die Stoppuhr bei 1: 33,149 Minuten stehen. Und dass in beiden Runs in Q3. Das hat Seltenheitswert.

Nach den Trainingseinheiten hatte es nicht nach einer zweiten Startreihe für Williams ausgesehen. In der ersten Übungseinheit kamen weder Massa noch Ersatzpilotin Susie Wolff in die Top 10. Im zweiten Training schaffte der 34-jährige Routinier den zehnten Rang. Am Samstagmorgen reichte es für ihn und Bottas für die Positionen sieben und acht.

Kleine Änderungen bringen gewünschtes Ergebnis

"Es war kein einfaches Wochenende für uns. Wir hatten Probleme mit überhitzenden Reifen. Sowohl hinten als auch vorne", erzählte Bottas. "Wir wussten, dass wir für Samstag etwas finden müssen. Und wir wussten auch, dass wir uns verbessern würden. Im Qualifying lief es richtig gut, das Auto hat gepasst."

Wie Bottas berichtete, habe man die Probleme mit kleineren Änderungen in den Griff gebracht. Zum Beispiel durch Anpasungen des Reifendruck oder der Bremsbelüftungen. Die Teams nutzen die Hitze der Bremsscheiben zum Teil dazu, die Reifen schneller zu erwärmen. Dafür muss das Zusammenspiel mit der Belüftung passen. "Es ging für uns einzig um das Reifenmanagement. Wir wollten nichts Großes an der Aerobalance oder der Mechanik ändern. Weil der Wind sich hier ständig dreht. Da verwirrst du dich mit zu großen Änderungen schnell."

Das große Update, das Williams in Österreich eingeführt hatte, zahlt sich in Silverstone besonders aus. In den schnellen Kurven ist Abtrieb gefragt. "Wir haben mehr Downforce und sind jetzt einfach besser in den Highspeed-Kurven", sagt Bottas.

Massa in der Form von 2008?

Für das Rennen gibt er sich optimistisch. "Weil wir mit beiden Autos vor Ferrari stehen, haben wir bei der Strategie die Oberhand. Wir brauchen einen guten Start, gutes Reifenmanagement, saubere Boxenstopps und ein gutes Timing." Bei den Teams geht man von einem Einstopprennen aus. Gut für Williams, weil das die Chancen von Ferrari weiter schmälert. "Ich fürchte für die Fans wird es ein nicht ganz so spannendes Rennen."

Und wie will er an seinem Teamkollegen vorbei aufs Podest stürmen? "Ich hoffe, ich werde einen guten Start haben und die Reihenfolge umdrehen." Doch Massa, der nach dem Qualifying im Fahrerlager eine Runde Fußball mit seinem Sohn spielte, ist in starker Form. Im Quali-Duell steht es 6:3 für den ehemaligen Ferrari-Fahrer. In der WM ist er knapp an Bottas dran. Hier hat der Finne mit 67 zu 62 Punkten die Oberhand. Sehen wir trotzdem den besten Massa seit 2008? Der Brasilianer gibt sich bescheiden. "Ich fühle, dass ich einfach gut fahre und die Reifen verstehe."

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