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Williams sieht Licht am Ende des Tunnels

Foto: Wolfgang Wilhelm 17 Bilder

Williams geht mit großen Erwartungen zum Grand Prix von Belgien am kommenden Wochenende in Spa-Francorchamps. Ein Aerodynamik-Update mit einem neuen Frontflügel sorgt für Hoffnung.

01.09.2008 Michael Schmidt

Eigentlich passt die 7,004 Kilometer lange Berg- und Talbahn überhaupt nicht in das Profil des Williams FW30. Lang gezogene, schnelle Kurven waren bislang die Achillesferse des Autos. Williams-Technikpapst Patrick Head erklärt. "Bei eingeschlagenen Vorderrädern, oder wenn das Auto über die Längsachse rollt, ist vorne der Anpressdruck zusammengebrochen. Die Fahrer haben dann untersteuern gespürt und konnten nicht aggressiv in die Kurven reinfahren."

Gegenmittel mit Nebenwirkung

Das einzige Gegenmittel, um das Untersteuern zu lindern, war ein steilerer Anstellwinkel des Frontflügel-Flaps. "Das hat uns dann aber auf der Geraden bestraft. Diese Konfiguration vergrößerte den Luftwiderstand", erklärt Head. Die Maßnahme gegen das Untersteuern hatte noch eine zweite unangenehme Konsequenz. Je steiler der Frontflügel-Flap, umso mehr stört er die Anströmung zum Heckflügel: Die Folge: Übersteuern in schnellen Kurven.

Mit dem neuen Frontflügel soll alles besser werden. Nico Rosberg bleibt dennoch vorsichtig optimistisch: "Auch wenn wir jetzt nicht gleich einen Riesensprung in der Rundenzeit machen, wichtig ist, dass wir das Problem erkannt haben, und dass der Weg, den die Ingenieure jetzt eingeschlagen sind, der richtige ist. Das lässt für die Zukunft hoffen." Für Williams war die Konstruktion des Flügels so spät in der Saison ein echter Kraftakt. Seit Juni konzentriert sich die Entwicklung fast ausschließlich auf 2009. "Wir mussten ein paar Kapazitäten abzwacken, um dieses Problem zu lösen", gibt Technikdirektor Sam Michael zu.

Konkurrenz sorgt für Druck

Williams kann es sich nicht leisten, in der WM-Tabelle noch weiter abzusacken. Der angestrebte vierte Platz in der Konstrukteurs-WM ist in weite Ferne gerückt. Toyota hat bereits 41 WM-Punkte auf dem Konto, Williams erst 17. Der Traditionsrennstall aus Grove ist auf Rang sieben abgerutscht. Realistisch ist maximal Rang sechs. Doch auf Red Bull fehlen ebenfalls bereits sieben Zähler. Und jetzt kommen die schnellen Strecken, die dem Red Bull liegen. Williams muss auch den Blick nach hinten richten. Honda (14 Punkte) und vor allem die immer stärker werdenden Toro Rosso (11 Punkte) sind auf Schlagdistanz.

Deshalb ist es für Williams wichtig, dass ab sofort wieder beide Fahrer punkten. Nico Rosberg erkämpfte sich in Valencia einen Zähler. Kazuki Nakajima landete nach einem starken Training im hinteren Feld. Der Japaner musste nach einer Kollision mit Fernando Alonso schon früh außerplanmäßig zum Nasenwechsel an die Box. Nakajima hat sein Cockpit für 2009 dennoch sicher. Gerüchte, Bruno Senna stünde vor der Tür, dementiert Frank Williams: "Kazuki kommt von den Rundenzeiten Nico Stück für Stück näher. Er ist gut für unseren Partner Toyota und für Japan."

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