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Williams-Technik-Paket für Platz 2

Budapest der ultimative Test

Williams - Formel 1 - GP Ungarn - Budapest - 24. Juli 2014 Foto: ams 90 Bilder

Williams ist seit vier Rennen die zweite Kraft im Feld. In Hockenheim waren sogar Red Bull und Ferrari chancenlos. Doch der ultimative Test für Williams ist Budapest. Eine Strecke, die viel Abtrieb verlangt und in der Theorie nicht ideal für das effizienteste Auto im Feld ist.

24.07.2014 Michael Schmidt

So ändern sich die Zeiten. Acht Rennen lang ging es für Williams darum, das stärkste Mercedes-Kundenteam zu sein. Nach dem Formanstieg in Montreal hat sich Williams neue Ziele gesetzt. "Wir wollen Zweiter werden. Das Ziel ist jetzt, uns von Ferrari abzusetzen. Und wir sollten auch nicht ausschließen, dass wir Red Bull noch einholen können. Die Saison ist lang, und unsere Strecken kommen noch", macht Valtteri Bottas sich und dem Team Mut.

Bei der Presserunde des Finnen herrscht mittlerweile ein Betrieb wie bei Fernando Alonso und Sebastian Vettel. 31 Tonbandgeräte wurden Bottas unter die Nase gehalten. Das ist die Anerkennung für drei Podiumsplätze in Serie. "Vor vier Wochen stand ich das erste Mal auf dem Treppchen. Und jetzt sind es schon drei Podiumsplätze", lächelt Bottas bescheiden. "Ich genieße diese Resultate."

Massa mit altem Unterboden

Der Williams FW36-Mercedes ist das effizienteste Auto im Feld. Bester Top-Speed, bester im Spritverbrauch, bestes Auto auf der Bremse. Mercedes schlägt die Williams in den Kurven. Und genau da lag das Problem. Auf langsamen Strecken fehlte der Abtrieb. Der Hungaroring ist eine langsame Strecke.

"Unser ultimativer Test", gibt Felipe Massa zu. "Die Strecke könnte Ferrari und Red Bull helfen. Aber nach vier guten Rennen in Folge trauen wir uns auch in Budapest ein gutes Resultat zu. Vor allem, weil wir neue Teile am Auto haben."Das ist hauptsächlich ein neuer Heckflügel, der für langsame Strecken maßgeschneidert ist. Dazu noch Modifikationen an der Aufhängung, um den Verlust von FRIC zu kompensieren.

Williams wird in Budapest mit zwei unterschiedlichen Autos antreten. Massa muss zurück zum alten Unterboden. Vom neuen, der in Hockenheim debütierte, gab es nur zwei Exemplare. "Einen davon habe ich bei meinem Unfall zerstört", ärgert sich Massa.

Williams-Strecken kommen noch

Trotzdem blickt der Brasilianer optimistisch in die Zukunft. "Wir können eine starke zweite Saisonhälfte haben. Unsere Strecken kommen noch. Spa, Monza, Austin und Interlagos sollten dem Auto liegen." Das sieht auch Bottas so. "Theoretisch könnten wir dort um den Sieg kämpfen. Unser Problem ist, dass Mercedes in diesem Jahr so stark ist."

Der Blondschopf will sich nicht beklagen: "Hätte mir letztes Jahr einer erzählt, dass wir regelmäßig aufs Podium fahren, hätte ich es nicht geglaubt." Der WM-Fünfte hat auch eine Erklärung für das Williams-Wunder parat: "Die ganze Philosophie hat sich geändert. Die Grundlage wurde in der Fabrik geschaffen. Im letzten Jahr kamen mehr neue Teile ans Auto, aber nicht alle haben funktioniert. In diesem Jahr sind es weniger, aber sie bringen das, was der Windkanal verspricht. Die Korrelation zwischen Kanal und Strecke ist viel besser geworden. Der Fokus liegt auf den relevanten Dingen."

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