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Williams träumt

Siege sind wieder möglich

Foto: Williams F1 23 Bilder

Es könnte ein gutes Jahr für Nico Rosberg werden. Der Williams-Pilot hatte in Melbourne den Speed für einen Podestplatz. Nach einer schwachen Saison 2008 kann das Privatteam schon wieder von Siegen träumen.

30.03.2009 Michael Schmidt

"Wenn er freie Strecke vor sich hatte, waren nur noch die Brawn GP schneller", analysierte Williams-Technikchef Sam Michael. Auch Technikpapst Patrick Head war aufgeräumter Stimmung: "Die Platzierung ist schlechter als im letzten Jahr, doch dieser sechste Platz ist mehr wert als der dritte 2008. Wir haben hier gezeigt, welches Potenzial unser Auto hat. In den schnellen Passagen konnten wir sogar mit den Brawn GP mithalten."

Beide Autos sind siegfähig

Sam Michael prophezeit: "Das ist ein gutes Zeichen für Malaysia, weil es dort viel mehr schnelle Kurven gibt." Die zweite Ausbaustufe des umstrittenen Diffusors ist bereits im Windkanal. Wenn sie so funktioniert, wie es Williams vorausberechnet, dann darf der Rennstall aus Grove sogar vom Gewinnen träumen.
 
Nach Berechnung des Australiers hätten sowohl Rosberg als auch Teamkollege Nakajima auf das Podium fahren können. "Die Rundenzeiten von Kazuki im ersten Turn waren unglaublich, wenn man einrechnet, wie viel Benzin er an Bord hatte." Head grummelte: "Wir haben zu viele Fehler auf der Strecke und in der Box gemacht." Gemeint sind Nakajimas Crash und der versemmelte Boxenstop von Rosberg, bei dem sich links vorne die Radmutter festfraß.

Unglücklicher Protest

Head schiebt das veränderte Bild an der Spitze des Feldes auf den Kahlschlag im Reglement. "McLaren und Ferrari mussten bis zum Ende der Saison ihre 2008er Autos weiter entwickeln. Brawn GP und wir haben uns als erste auf die neue Saison konzentriert. Das musste sich auszahlen."
 
Noch hängt allerdings das Damoklesschwert der Berufung in der Diffusorfrage über Williams. "Wenn die andere Partei keine besseren Argumente vorbringt, als sie das in Melbourne getan hat, haben sie keine Chance", winkt Sam Michael ab.
 
Das Unberechenbare an der Geschichte ist die politische Dimension. Williams hat sich mit seinem Protest gegen Ferrari und Red Bull am Samstagabend keinen Gefallen getan. Nur weil man beweisen wollte, dass es auch in anderen Bereichen des Autos unterschiedliche Auslegungen des Reglements gibt, hielt man den ganzen Verbandsapparat bis nach Mitternacht auf Trab. Solche Spielchen kommen bei der FIA in Paris nicht gut an.

Mit dem Zurückziehen des Protests zog Williams gerade noch die Notbremse. Nico Rosberg will sich zum Diffusorthema gar nicht äußern: "In Melbourne wurden unsere Autos für legal erklärt. Am besten denkt man gar nicht darüber nach."

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