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Formel 1: Williams wieder nur Mittelmaß

Williams sucht nach Rundenzeit

Barrichello und Hülkenberg Foto: xpb 23 Bilder

Es könnte die sechste Saison in Folge werden, in der Williams im Mittelmaß versinkt. Die ersten vier Rennen gaben nicht gerade Anlass zu großen Hoffnungen. Williams macht bestenfalls kleine Punkte. Die Autos sind mehr als eine Sekunde zu langsam. Rubens Barrichello erklärt warum.

24.04.2010 Michael Schmidt

Der letzte Williams-Sieg in der Formel 1 datiert 24. Oktober 2004. Juan Pablo Montoya gewann den GP Brasilien in seinem Abschiedsrennen für den englischen Rennstall. Seitdem ist bei Williams Sand im Getriebe. Kein Titel, kein Sieg, nie mehr unter den Top 3 des Konstrukteurspokals.

Die Bilanz seit 2005 liest sich wie eine Rallye im Mittelmaß der Formel 1. Platz 5, Platz 8, Platz 4, Platz 8, Platz 7. Auch in dieser Saison sieht es nicht danach aus, als könnte der dritterfolgreichste Rennstall der Formel 1-Geschichte an alte Erfolge anknüpfen. Mit sechs WM-Punkten liegt Williams auf Rang sieben. Das sechstplatzierte Force India hat bereits drei Mal soviele WM-Zähler auf seinem Konto.

Über- und Untersteuern wechseln sich ab

Williams hat kein Problem, das man irgendwie benennen könnte. Untersteuern und Übersteuern wechseln sich ab, das Auto rollt zu viel in den Kurven. "Es fühlt sich immer ein bisschen schwammig an. Am Eingang der Kurve macht das Auto dies, am Ausgang das", berichtet Nico Hülkenberg in der aktuellen Ausgabe von auto motor und sport (Heft10/2010).
 
Die Balanceprobleme kosten Rundenzeit im Training und sie erhöhen den Reifenverschleiß im Rennen. Hülkenberg braucht, um schnell zu sein, einen starken Vorderreifen. "Das haben wir mit dem Setup einigermaßen hingekriegt. Leider kann das Heck nicht Schritt halten. Daran müssen wir arbeiten."

Williams steht zu hoch im Wind

Teamkollege Rubens Barrichello geht tiefer ins Detail, was den Williams FW32 wirklich bremst. "Wir können nicht die Bodenfreiheiten fahren, die für die Aerodynamik ideal wären. Das Auto steht zu hoch. Setzen wir es tiefer, haben wir nur noch Bodenkontakt. Wenn ich aggressiv in die Kurven einlenke, kommt das Heck. Irgendetwas passt da nicht."

Der Brasilianer glaubt nach vier Monaten Arbeit mit den Ingenieuren das Übel erkannt zu haben. "Die Aerodynamik folgt immer noch der Philosophie der letzten Jahre. Die scheint irgendwie nicht zu funktionieren. Ich versuche jetzt, die Ingenieure in eine andere Richtung zu lenken. Das gute bei Williams ist, dass mir die Leute zuhören."

Barrichello sorgt für Impulse

Da helfen 289 Grand Prix Erfahrung. Barrichello ist in seiner Karriere viele unterschiedliche Rennautos gefahren. Er diente bei Jordan, Stewart, Ferrari, Honda und Brawn. Und er hat mit seinem Feingefühl für das Auto immer auch die Entwicklung vorangetrieben. In der zweiten Saisonhälfte des Vorjahres kamen die entscheidenden Impulse bei Brawn GP von Barrichello und nicht von Weltmeister Jenson Button. Es war der Brasilianer, der den Ingenieuren riet: "Lasst uns zu den alten Fahrwerkseinstellungen zurückkehren, wenn wir mit den neuen Probleme beim Aufwärmen der Reifen haben."

Barrichello scheint im Alter noch Speed gefunden zu haben. Selbst Hülkenberg staunt: "Wie er mit dem Auto nur acht Zehntel langsamer als die Spitze fährt, ist mir rätselhaft. Immer dann, wenn das Auto besonders kritisch ist, haut Rubens eine Runde raus, wo ich mich echt frage, wie er das macht."

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