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Williams will Ferrari attackieren

Großes Update für GP Österreich

Williams - GP Österreich - Formel 1 - Donnerstag - 18.6.2015 Foto: ams 122 Bilder

Williams rüstet auf. Für das Rennen in Österreich hat der Traditionsrennstall zahlreiche Updates im Gepäck. Damit will man die Lücke auf Ferrari schließen und Red Bull abhängen.

18.06.2015 Andreas Haupt

Das Vorjahr hält gute Erinnerungen für Williams parat. Beim GP Österreich 2014 legte der Rennstall aus Grove seine stärkste Performance hin. Im Qualifying hängte man Mercedes ab. Es war die erste und einzige Niederlage in der 2014er Saison für die Silberpfeile im Zeittraining.

Im Rennen drehte der spätere Weltmeister das Bild. Nico Rosberg gewann vor Lewis Hamilton, Valtteri Bottas und Felipe Massa. Dennoch zeigten die Williams auf dem schnellen Kurs in Spielberg eine starke Vorstellung.

Korrelation zwischen Windkanal und Strecke stimmt

Am Wochenende wollen die weiß-blauen Renner an die letztjährige Vorstellung anknüpfen. "Dem letztjährigen Auto lag diese Strecke wirklich gut. Es gibt keinen Grund, dass das in diesem Jahr nicht so sein sollte", sagte Bottas am Donnerstag. Dem Williams FW37 schmecken die langen Geraden und harten Bremspunkte des Red Bull-Rings. Auch mit den schnellen Kurven im hinteren Teil hat das Auto keine Probleme. "Es mag langsame Kurven nicht", erklärt der Finne, der beim GP Kanada das erste Mal in dieser Saison aufs Podest kletterte. Langsame Kurven wie in Monaco, als das Team keine Punkte holte, und unter ferner liefen abschnitt.

Bislang war Williams die Nummer drei im Feld. Das drückt sich in der Konstrukteurs-Wertung aus. Dort liegt man auf Platz drei. Bereits 76 hinter dem Zweitplatzierten Ferrari, aber 50 Punkte vor Verfolger Red Bull. Damit man in Österreich nach den Ferrari greifen kann, will sich der Traditionsrennstall nicht nur auf das Streckenlayout verlassen. In der Fabrik in Grove wurde hart an einem großen Upgrade geschuftet. Für das Rennen in der Steiermark debütieren am Williams ein neuer Unterboden, eine neue Motorabdeckung und ein neuer Heckflügel. Bottas ist optimistisch, dass das Update einschlagen wird. "Die Korrelation stimmt. Bislang haben ungefähr 90 Prozent der Teile funktioniert, die wir aus dem Windkanal ans Auto geschraubt haben." Die versprochenen Zehntel aus dem Windkanal kamen also an der Strecke an.

Wenn das auch dieses Mal so ist, sieht Bottas eine Chance, Ferrari richtig gefährlich zu werden. Selbst wenn die Italiener im Gegensatz zu Kanada ein sorgenfreies Wochenende erleben. "Wenn alle Updates funktionieren, sollten wir ziemlich nah an Ferrari dran sein. Das Podest sollte unser Ziel sein."

Mercedes für Williams wohl außer Reichweite

Doch kann Williams auch Mercedes schlagen – wie zumindest im letzten Jahr im Qualifying? "Mercedes ist in diesem Jahr noch ein Stückchen weiter weg. Das Quali-Resultat aus dem letzten Jahr zu wiederholen dürfte sehr schwer werden", meint Bottas. Ins selbe Horn bläst Felipe Massa. Trotzdem hegt er kleine Hoffnungen: "Sag niemals nie. Letztes Jahr war ich der einzige, der die Mercedes im Quali schlagen konnte. Aber wir müssen es nicht nur im Zeittraining probieren, sondern auch im Rennen. Vielleicht braucht es aber eine Situation wie zum Beispiel in Spa 2014, um sie zu besiegen." Damals gerieten Nico Rosberg und Lewis Hamilton aneinander. Und Daniel Ricciardo fuhr im Red Bull zum Sieg.

Trotz des starken Resultats 2014 wurde Williams im Nachgang für seine konservative Strategie kritisiert. Weil Mercedes mit früheren Boxenstopps seine Piloten vorbeibrachte. So mancher Beobachter glaubte, dass Williams mit einer besseren Taktik das Rennen hätte gewinnen können. Bottas: "Beim letztjährigen Rennen in Österreich waren wir erstmals so konkurrenzfähig, wie seit Jahren nicht mehr. Da ging es für das Team darum, so viele Punkte wie möglich abzusichern. Wenn wir am Sonntag in derselben Situation sein sollten, werden wir aggressiver rangehen."

Zur Strecke meint er: "Es ist nicht die einfachste. Es gibt nur wenige Kurven. Da versucht man umso mehr, das letzte Quäntchen rauszuholen, besonders auf der Bremse. Man vertut sich dann schnell."

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