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Formel 1: Williams baut Heckflügel-Trick nach

Williams zeigt McLaren-Trick in Shanghai

Williams GP Australien 2010 Foto: xpb 15 Bilder

Der Trick von McLaren mit dem Strömungsabriss am Heckflügel hat die Konkurrenz wachgerüttelt. Alle Teams studieren, wie man den McLaren-Coup kopieren kann. Sauber hat bereits ein eigenes System. Williams will seine Version am 18. April in Shanghai präsentieren.

27.03.2010 Michael Schmidt

Geheimnisse bleiben in der Formel 1 nicht lange geheim. Spätestens beim Saisonauftakt in Bahrain wussten alle, wie der Trick von McLaren funktioniert, auf der Geraden die Strömung am Heckflügel abreißen zu lassen, um so einen größeren Top-Speed zu erzielen. Und seit die FIA das System für legal erklärt hat, arbeiten alle daran.

Sauber tauchte als erster Rennstall mit dem Heckflügel Trick auf. Doch die Schweizer Truppe hat nichts abgekupfert. Seit einem Jahr läuft in Hinwil die Entwicklung. Das Sauber-System weist auch deutliche Unterschiede zu dem von McLaren auf. Beim C29 wird die Luft durch eine Öffnung auf dem linken Seitenkasten an und nicht wie McLaren vor dem Cockpit angesaugt. Und man beeinflusst die Strömung am Heckflügel-Hauptblatt und nicht am darüberliegenden Flap.

Williams beim GP China fertig

Das nächste Team, das die McLaren-Idee in sein Auto integriert, ist Williams. "In Shanghai fahren wir mit so einem System", kündigte Technikchef Sam Michael an. Wie Sauber wird auch Williams die Öffnungen für den Kabelbaum nutzen, um den Luftkanal zu verlegen. Dazu müssen die Öffnungen aber groß genug sein. Ferrari, Red Bull und Mercedes haben Probleme damit. Es finden sich im Chassis keine Öffnungen, die groß genug dafür wären.

Der Kanal muss aber irgendwie ins Cockpit rein und von dort wieder raus, denn der Fahrer bestimmt ja mit seiner Hand oder dem Fuß, wann der Kreislauf geschlossen wird und wann nicht. Die Luft nach innen zu leiten ist noch das geringere Problem. „Da könnten wir Serviceluken für die Vorderachse verwenden“, sagt Ferrari-Technikchef Aldo Costa. „Viel schwieriger ist es, den Kanal wieder aus dem Cockpit rauszubekommen“, ergänzt Red Bull-Designer Adrian Newey.

Drückt die FIA ein Auge zu?

Vielleicht hilft den Teams die Tankpleite von Virgin Racing. Die FIA hat dem Neuling erlaubt, das Chassis zu modifizieren, um einen größeren Tank unterzubringen. Eigentlich sind die Karbonröhren seit diesem Jahr homologiert. Bei den Teams, die jetzt McLaren kopieren wollen, geht es nur um zwei kleine Löcher, die in das Chassis gebohrt werden müssen. Man hofft auf Nachsicht der FIA. Und die könnte angesichts der Nachsicht mit Virgin ein Auge zudrücken. Wenn beim Löcherbohren nicht die Struktur des Monocoques beeinträchtigt wird.

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