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Williams zieht positives Test-Fazit

FW37 so schnell wie Ferrari

Valtteri Bottas - Williams - Formel 1-Test Jerez - 1. Febraur 2015 Foto: Stefan Baldauf 21 Bilder

Williams nutzte die erste Woche der Wintertests für Basisarbeit. In den Zeitenlisten hielt sich das neue Auto nur im Mittelfeld auf. Doch die Computersimulationen des Teams zeigen, dass im Moment nur Mercedes schneller unterwegs ist. Mit Ferrari liegt Williams gleichauf.

10.02.2015 Michael Schmidt

Die Erfolgsstory könnte sich fortsetzen. Williams beendete die vergangene Formel 1-Saison auf dem dritten Platz. Und dort will sich der drittälteste Rennstall im Feld auch festsetzen. Wer nur die Tagesbestzeiten der Testwoche von Jerez analysiert, könnte allerdings daran zweifeln.

Die Williams-Piloten Felipe Massa und Valtteri Bottas tauchen nur auf den Plätzen 7 und 8 der Wochentabelle auf. Aber sie haben zusammen immerhin 278 Runden abgespult. "Und wir hatten nicht einen unplanmäßigen Stopp", freut sich Technikchef Pat Symonds.

4 Tage lang stand Basisarbeit auf dem Stundenplan: Longruns mit vollem Tank, Systemchecks, Aerodynamikmessungen. In die Setup-Arbeit sind Fahrer und Ingenieure noch nicht tief eingetaucht. Williams fuhr zudem mit einem gedrosselten Motor-Modus. "Wir sind weit vom Quali-Modus entfernt", sagte Chefingenieur Rod Nelson.

Simulations-Software sieht Williams hinter Mercedes

Die Zeitenlisten sind bei Testfahrten oft trügerisch. Wer mehr wissen will, braucht eine Simulations-Software, mit der die Teams anhand von Erfahrungswerten und Annahmen zum Tankinhalt sich und die Konkurrenz analysieren.

Williams hat ausgerechnet, dass Mercedes immer noch die Nummer 1 im Feld ist, obwohl das die Rundenzeiten nicht direkt zeigen. Auf dem zweiten Platz liegen gleichauf Williams und Ferrari. Einzige Unbekannte ist Red Bull. "Die fahren so wenig, dass du schwer abschätzen kannst, was die machen", wirft Symonds ein.

Der 61-jährige Engländer ist mit dem Testverlauf hoch zufrieden. "Wir sind dort, wo wir sein wollten. Das einzige, auf was wir keinen Einfluss haben, ist die Konkurrenz. Die Daten verraten dir aber eine Tendenz. Es sieht so aus, als fahre Mercedes noch mit angezogener Handbremse. Und Ferrari hat offenbar einen guten Sprung gemacht."

Massa peilt Williams-Sieg an

Felipe Massa teilt den positiven Eindruck seines Technikchefs. "Der Abtrieb ist besser verteilt als im letzten Jahr. Wie im Vorjahr sind wir stabil auf der Bremse und gut beim Einlenken. Die Traktion hat sich sogar noch verbessert." Die Top-Speed-Werte verraten, dass der Williams FW37 die Qualitäten seines Vorgängers übernommen hat. Nur Mercedes ist auf der Geraden leicht schneller.

Massa glaubt, dass Williams seinen dritten Platz halten kann. Obwohl die Gegner Mercedes, Ferrari und Red Bull mit deutlich mehr Budget unterwegs sind. "Wir hatten auch letztes Jahr weniger Geld als die. Geld hilft, ist aber nicht alles. Das Team hat sich im Verlauf der letzten Saison unglaublich gesteigert. Deshalb traue ich uns ähnliche Ergebnisse wie 2014 und auch einen GP-Sieg zu."

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