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Windböe stoppt Hülkenberg

Der beste Force India aller Zeiten

Nico Hülkenberg - GP Aserbaidschan 2016 Foto: sutton-images.com 72 Bilder

Nico Hülkenberg hat in Baku die große Chance auf einen Platz in den ersten Startreihen verpasst. Eine Windböe im falschen Moment warf den Force India-Piloten aus der Bahn. Doch auch von Startplatz 12 hat der Rheinländer noch Hoffnung für das Rennen.

18.06.2016 Tobias Grüner

Vielleicht wird sich Force India noch in den Allerwertesten beißen. Das Auto geht auf dem schnellen Stadtkurs in Baku wie eine Rakete. Sergio Perez wurde im Qualifying nur von Nico Rosberg geschlagen. Weil der Mexikaner aber im dritten Training in der Mauer landete und sich das Getriebe beschädigte, geht es in der Startaufstellung bis auf Platz 7 zurück.

Auch Nico Hülkenberg konnte die Pace des Autos nicht zeigen, als es drauf ankam. Nach einem verkorksten Qualifying startet er nur von Platz 12. Den Humor hatte er immerhin nicht verloren. Beim obligatorischen Pressetermin begrüßte er die Journalisten mit einem breiten Grinsen. „Eine falsche Frage und es setzt ein blaues Auge“, scherzte er in die Runde.

Zu viel Risiko im Q2

Hülkenberg wusste, welche Chance sich in Baku geboten hatte. Was die Pace im Vergleich zur Konkurrenz angeht, hatte er nach eigener Aussage noch nie so ein gutes Auto in der Formel 1. Das erste Podium schien in Reichweite. Doch dann schmiss der Rheinländer seinen Rennwagen beim ersten Q2-Run in Kurve 16 spektakulär in die Auslaufzone: „Wir haben in den Daten gesehen, dass im falschen Moment eine heftige Windböe von hinten kam“, ärgerte sich der Pilot.

Das Auto verlor auf der Hinterachse die Bodenhaftung und drehte sich einmal um die eigene Achse. Dabei hätte der Pilot die letzte richtige Kurve auf dem Baku City Circuit gar nicht mit so viel Risiko nehmen müssen. Die Aufzeichnungen der Ingenieure zeigten, dass er seine eigene Bestzeit bis dahin bereits um eine Sekunde unterboten hatte. Er wäre also locker in das Top Ten-Finale eingezogen.

Hülkenberg will in die Punkte

Im zweiten Run konnte er die Leistung nicht noch einmal wiederholen. Frust und Verkehr sorgten für eine Zeit, die nur für Platz 12 reichte. Nach der Runde gab es noch ein kleines Funkscharmützel mit seinem Ingenieur, der meinte dass der Pilot noch eine zweite schnelle Runde hätte anhängen können. „Aber das hätte keinen Sinn gemacht“, klärte Hülkenberg auf. „Die Reifen waren zu heiß und die Batterien nicht voll geladen.“

Trotz der schlechten Ausgangssituation rechnet sich der Deutsche am Sonntag viel aus. Punkte sollten auf jeden Fall drin sein. „Wir haben eine sehr gute Longrun-Pace. Wenn man so ein gutes Auto hat, kann man auch mit der Strategie etwas spielen. Hier in Baku kann generell viel passieren. Es gibt auf der Strecke jede Menge Möglichkeiten, Fehler zu machen. Wir müssen einen kühlen Kopf bewahren und schauen, dass die Nase immer am Auto bleibt.“

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