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Windkanal-Trick mit Manor

Kopiert McLaren Ferraris HaasF1-Modell?

Jenson Button - McLaren - Formel 1-Test - Barcelona - 21. Februar 2015 Foto: ams 40 Bilder

Hilft McLaren bei der Wiederbelebung von Manor Marussia? Das Honda-Team könnte das Partner-Modell von Ferrari und HaasF1 kopieren. Das registriert die Konkurrenz mit Unbehagen. Weil sich so Windkanalzeit verdoppeln lässt.

04.03.2015 Michael Schmidt

Stehen in Melbourne nun doch 20 Autos am Start? Manor Marussia unternimmt alle Klimmzüge, damit das so ist. Die letzte Hürde ist der Crashtest, der am Donnerstag (5.3.2015) stattfinden soll. Das 2014er Chassis und die Nase wurden den 2015er Regeln angepasst. Demnächst sollte auch der zweite Fahrer neben Will Stevens bekannt gegeben werden. Man nimmt an, dass McLarens Testfahrer Stoffel Vandoorne die besten Chancen hat.

Die meisten im Formel 1-Zirkus glauben, dass Manor Marussia zwar zwei Autos nach Australien fliegen lässt, dort aber nach der Technischen Abnahme die Segel streicht. Oder nach einer Installationsrunde. So wäre das Team der Pflicht nachgekommen, bei der ersten Veranstaltung angetreten zu sein und hätte zwei Wochen Zeit gewonnen.

Wird Manor Marussia das B-Team von McLaren?

Die Auferstehung des ehemaligen Marussia-Teams wird nicht von allen Seiten mit Wohlwollen begleitet. Viele der Mittelfeld-Teams waren auf das Geld scharf, dass Manor Marussia für den 9. Platz in der Konstrukteurs-WM 2014 bekommt. Das sind knapp 50 Millionen Dollar. Die wären beim Tod des Rennstalls an die restlichen Teams verteilt worden.

Doch es gibt auch noch andere Bedenken. Sie kommen aus den Reihen der Ingenieure. Offenbar steht McLaren-Honda hinter dem Einsatz des Rennstalls, der jetzt in der Manor-Fabrik in Dinnington residiert. Der Fahrerlagerfunk meldet, dass McLaren 2016 mit Manor Marussia das gleiche vorhat wie Ferrari mit dem amerikanischen Neuzugang HaasF1. Nennen wir es ein privilegiertes Kundenteam.

B-Team setzt modifiziertes Vorjahresmodell des A-Teams ein

Es geht dabei weniger darum, Motorenpartner Honda mit zwei weiteren Autos mehr Kilometer und somit mehr Erfahrung zu verschaffen. Der Grund sich einen Ableger zu halten, ist ein anderer: Force India und Lotus fürchten, dass sich Ferrari und McLaren auf diesem Weg Windkanalzeit erschwindeln könnten. Seit dieser Saison ist die Windkanalzeit weiter reduziert. Nur noch 20 Stunden pro Woche sind erlaubt.

HaasF1 wird sein Auto im nächsten Jahr auf der Basis des 2015er Ferrari konzipieren. Manor Marussia würde das gleiche mit dem 2015er McLaren machen. Wenn HaasF1 bei Ferrari im Windkanal testet und Manor Marussia wie McLaren bei Toyota in Köln, dann hätte das A-Team doppelte Windkanalzeit. Zwar nicht mit dem eigenen Auto, aber einem Vorjahresmodell mit eigenen Aerodynamik-Ideen des B-Teams.

Ein Erfahrungsaustausch zwischen den Ingenieuren des Senior- und Juniorteams lässt sich schon wegen der räumlichen Nähe gar nicht verhindern. Ein Ingenieur eines Konkurrenzteams fürchtet: "So hätten Ferrari und McLaren einen Vergleichsmaßstab zum alten Auto und könnten am Auto des B-Teams eigene Aerodynamik-Entwicklungen testen."

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