Zoran Stefanovich will in die Formel 1. Der Serbe vertritt eine Firma, die Militärtechnologie herstellt. Die Finanzierung eines Formel 1-Projekts ist angeblich kein Problem. Doch Startplätze sind rar in der Formel 1. Bis jetzt gehört der 13. Platz trotz der Ausstiegserklärung von Toyota immer noch dem Toyota F1-Team.
Budgetgarantie für die Saison 2010
Der Rennstall in Köln hat in Absprache mit dem Mutterkonzern in Tokio Stefanovich angeboten, sämtliche Zeichnungen am für nächstes Jahr geplanten Toyota TF110 zu übernehmen und das Personal sowie die Einrichtungen in Köln zu nutzen. Der Serbe bekäme den Nachlass von Toyota umsonst. Er muss jedoch das Budget für die nächstjährige Saison garantieren.
Offenbar hat das serbische Projekt bereits Unterstützung von 50 Millionen Dollar gefunden. Bis 2011 kann Stefanovich Toyotas-Motoren für jeweils fünf Millionen Euro pro Saison kaufen. Toyota hat noch rund 40 Triebwerke auf Lager. Toyota-Unterhändler haben Informationen von auto motor und sport zufolge bereits die Fabrik von Stefanovich in Serbien besucht und zeigten sich beeindruckt vom hohen technischen Standard der dortigen Fertigungsanlagen. Es gilt aber auch das Angebot, dass Stefanovich zwei Jahre lang die Einrichtungen in Köln nutzen könne, bevor das Team komplett in Serbien residiert. Die Gruppe aus Serbien will im Falle einer Einigung mit Toyota 200 der 650 Mitarbeiter in Köln übernehmen. Darunter auch Technikchef Pascal Vasselon.
Kamui Kobayashi als möglicher Fahrer
Toyota-Schützling Kamui Kobayashi ist als einer der beiden Fahrer im Gespräch. Der Japaner, der mit einem sechsten Platz in seinem zweiten Grand Prix auf sich aufmerksam gemacht hätte, ist aber auch mit Renault und Sauber im Gespräch. Kobayashi hätte eine Mitgift von fünf Millionen Dollar von Toyota im Gepäck. Eine Entscheidung soll bis zum 2. Dezember fallen, was erklärt, warum die FIA Toyota unter Vorbehalt auf die Nennliste für 2010 gesetzt hat. Sie will sich bis zur Weltratsitzung Mitte Dezember Zeit nehmen, die Seriösität des Kandidaten zu prüfen.
Für Toyota wäre die Übernahme des Teams durch Stefan Grand Prix die billigste Lösung, auch wenn man kein Geld für die Leistungen erhalten würde. Dann käme man bei der FIA und Bernie Ecclestone mit einem blauen Auge davon.
Absage kostet die Japaner 150 Millionen Dollar
Für den Fall, dass der Rennstall komplett von der Bildfläche verschwindet, hat Toyota eine Strafzahlung mit Ecclestone vereinbart. Der Bruch des Concorde Abkommens soll die Japaner 150 Millionen Dollar kosten. Für Sauber wäre die Übernahme des Toyota-Teams eine schlechte Nachricht. Gäbe die FIA ihren Segen dazu, müsste sich die Truppe aus Hinwil erneut um einen 14. Platz im Starterfeld bemühen. Dazu aber braucht Sauber die Zustimmung aller Teams.


Sind 14 Teams in der Formel 1 zu viel?

