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WM-Duell

Red Bull legt nach, Ferrari stagniert

Ferrari GP Korea 2012 Foto: ams 25 Bilder

Die Weltmeisterschaft beginnt in Korea quasi von vorn. Aus einem Fünfer-Duell ist ein Zweikampf geworden. Fernando Alonso gegen Sebastian Vettel, Ferrari gegen Red Bull. Die Entscheidung könnte in den Technikbüros fallen. Red Bull rüstet gewaltig auf. Bei Ferrari gibt es nur Detailarbeit.

11.10.2012 Michael Schmidt

Fernando Alonso brachte es in Suzuka auf den Punkt: "Jetzt beginnt eine Mini-WM zwischen Vettel und mir." Der Ferrari-Pilot glaubt nicht mehr, dass Lewis Hamilton noch in das Titelrennen eingreifen kann. "Lewis hat 42 Punkte Rückstand auf mich und nicht viel weniger auf Sebastian. Die Chance beide einzuholen ist kleiner als wenn man sich auf einen konzentrieren müsste." Vettel warnt hingegen: "Der McLaren war das beste Auto nach der Sommerpause. Ich schreibe Hamilton noch nicht ab."

Für Alonso und Ferrari zieht sich die Schlinge immer enger zu. Von dem komfortablen Vorsprung zur Sommerpause sind nur noch vier Punkte übriggeblieben. Trotzdem versucht der Spanier optimistisch zu bleiben: "Für uns ist die WM bis jetzt gut gelaufen. Wir haben das geschafft, was für uns zu schaffen war. Die beiden Nullrunden lagen nicht in unserer Hand." Für Vettel ist die WM noch nicht gewonnen. "Diese WM ist ein ständiges Auf und Ab. Wir hatten gute und schlechte Rennen, und zur Zeit sind es halt mehr die guten. Das kann sich schnell ändern. Es ist erst drei Rennen her, dass ich in Monza stehengeblieben bin."

Red Bull mit neuer Aerodynamik im Heck

Möglicherweise wird die Weltmeisterschaft nicht auf der Rennstrecke sondern in den Entwicklungsabteilungen in Milton Keynes und Maranello entschieden. Und da startet Red Bull gerade eine Offensive. Seit Monza kamen ein neuer Frontflügel, variable Bremstrommeln und das Doppel-DRS dazu. In Korea legt Adrian Newey noch einmal nach. Die Luftkanäle, die am Einzug der Seitenkästen beginnen und im und auf dem Diffusor enden, sind neu gestaltet. Deshalb musste auch die Motorabdeckung modifiziert werden.

Da Mark Webber und Sebastian Vettel in Asien blieben, wurde Ersatzfahrer Sebastien Buemi nach Europa geschickt, um die neuen Teile im Simulator zu testen. Dazu kommt: Korea ist eine Red Bull-Strecke. "Die Strecke sollte uns liegen, jedenfalls war das die letzten beiden Jahre so", bestätigt Vettel.

Ferrari ändert nur im Detail

Dagegen wirkt Alonsos Ansage fast ein wenig frustriert: "Wir waren überall bei der Musik, mal mehr, mal weniger. Für uns wird wichtig sein, das Setup perfekt hinzubekommen." Ferrari wird in Korea sein Heckflügel-Vergleichsprogramm fortsetzen. Dabei werden die Heckflügelelemente in verschiedenen Kombinationen miteinander verglichen. Ansonsten gibt es nur Änderungen im Detail.

"Was willst du in nur vier Tagen auch bringen?", fragt Alonso in die Runde. Er hätte sich bei Red Bull erkundigen sollen. Die machen es vor. Da wird schon wieder das halbe Auto umgebaut. Die Konkurrenz wundert sich: "Wie ist das möglich im Rahmen der Ressourcenbeschränkung?"

Ferrari wird erst in Indien wieder mit sichtbaren Modifikationen auftauchen. Doch von einem großen Upgrade ist auch da nicht die Rede. Die Veränderungen werden sich auf die Flügel und den Unterboden beschränken. "Etwas fundamental Neues kommt nicht mehr", sagt ein Ferrari-Sprecher.

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