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Das WM-Programm der Mercedes Fahrer

9 Briefings und 5 Sponsor-Auftritte

Nico Rosberg - GP Abu Dhabi 2016 Foto: Mercedes 87 Bilder

Formel 1-Rennen laufen nach einem strengen Schema ab. Die Piloten müssen Briefings, PR-Termine und Sponsorauftritte absolvieren. Nicht einmal beim WM-Finale gibt es Entlastung für Nico Rosberg und Lewis Hamilton.

26.11.2016 Michael Schmidt

Die schöne, unbeschwerte Zeit, das war einmal. Heute sind GP-Wochenenden für die Fahrer von Donnerstagmorgen bis Sonntagabend jede Minute durchgetaktet. Freiraum? Fehlanzeige! Nico Rosberg und Lewis Hamilton mussten sich auch am wichtigsten Wochenende des Jahres an einen strengen Terminkalender halten.

Das Pflichtprogramm der multimillionen Dollar schweren Vollgasathleten kennt keine Ausnahme. Ingenieure, Medien und Sponsoren fordern ihren Anteil ein, egal ob es nur um die goldene Ananas geht oder einen WM-Titel. Die Mercedes-Piloten sitzen von Freitag bis Sonntag rund 400 Minuten in ihren Autos. Sie verbringen aber viel mehr Zeit in den Briefing-Räumen, im Paddock Club, auf Pressekonferenzen und bei Abendveranstaltungen.

3 Briefings und 180 Minuten Fahren am Freitag

Die Arbeit für Rosberg und Hamilton begann am Donnerstag um 12 Uhr. Erstes Briefing mit den Ingenieuren. Ab 15 Uhr stapelten sich die PR-Termine. FIA-Pressekonferenz, TV-Interviews, eine deutsche Medienrunde für Rosberg. Um 17.30 Uhr baten noch einmal die Ingenieure zur Besprechung. Am Abend standen die Mercedes-Stars im Dienst der Sponsoren. Rosberg für Koffer-Hersteller Tumi, Hamilton für Mercedes-Benz.

Am Freitag wurde endlich gefahren. 69 Runden für Rosberg, 64 Runden für Hamilton. Vorher aber noch schnell ein Briefing mit den Ingenieuren. Das dritte, bevor sich ein Rad gedreht hatte. Zwischen den beiden Freitagstrainings und danach wurde natürlich auch gebrieft. Eine ganze Stunde lang.

Um 19.30 Uhr kamen die TV-Stationen zu ihrem Recht. Eine halbe Stunde später stand das Fahrer-Meeting an. Auf der Agenda: Kritik an den Regenreifen von Pirelli und die Abstimmung über den Halo. Es dauerte zwei Stunden. Danach war immer noch nicht Schluss. Rosberg und Hamilton mussten im Fahrerlager für Sponsoren und VIPs Hände schütteln.

Auch am Samstag noch ein Abendprogramm

Auch der Samstag, wie sollte es anders sein, beginnt mit einer Technik-Besprechung. Dann 60 Minuten drittes Training, gefolgt vom obligatorischen Briefing. Nach der Qualifikation sind die Prioritäten anders gesetzt. Erst die Pressekonferenz, dann Sponsoren im Paddock Club beglücken, dann die Sitzung mit den Ingenieuren von 19.15 Uhr bis 20 Uhr.

Gleich danach ist die interne Mercedes-Presserunde angesetzt. Auch am Abend vor dem großen Finale gibt es Programm. Rosberg trifft UBS-Gäste, Hamilton Vertreter des Starwood Preferred Guest-Hotel-Programms.

Mittagessen am Nachmittag

Am Renntag geht es für die Mercedes-Piloten ausnahmsweise nicht mit den Ingenieuren los. Die Fahrer geben auf den Tribünen Autogramme. Dann macht Mercedes das obligatorische Team-Foto. Um 13 Uhr findet das große Strategie-Meeting statt, gefolgt von einem letzten Update mit den Ingenieuren. Danach ab in den Paddock Club.

Nach dem Mittagessen mitten am Nachmittag wird es ernst. Die FIA bittet alle Fahrer zum Gruppenfoto, gleich danach zur Fahrerparade. Ab 16.25 Uhr sitzen Rosberg und Hamilton endlich festgeschnallt in ihren Autos. Um 16.30 Uhr wird die Boxengasse geöffnet.

Um 17 Uhr nach insgesamt 9 Briefings, vier Sponsorterminen und 5 Medien-Auftritten dann der Anpfiff zum Showdown. Der Moment, auf den die Formel 1-Gemeinde 21 Rennen lang gewartet hat.

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