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Wo fährt Nico Rosberg 2010?

Geld spielt bei Entscheidung keine Rolle

Nico Rosberg Foto: dpa 16 Bilder

Nico Rosberg stehen in der Winterpause alle Türen offen. Der Williams-Pilot lässt sich mit seiner Entscheidung allerdings noch Zeit. Am Rande des Grand Prix von Ungarn erklärte der 24-Jährige, welche Faktoren bei seiner Wahl eine Rolle spielen.

24.07.2009 Tobias Grüner

Der Vertrag von Nico Rosberg bei Williams läuft Ende der Saison aus. Nun muss er sich entscheiden, ob er das Team wechseln will, oder bei seiner vertrauten Mannschaft bleiben will. Als neue Arbeitgeber kommen derzeit allerdings nur drei Teams in Betracht. McLaren-Mercedes, BMW-Sauber und Brawn GP. Vielleicht passiert am Ende aber auch gar nichts und Rosberg hält Williams weiter die Treue. Wir haben die Möglichkeiten analysiert.

McLaren-Mercedes:
McLaren bietet sicher von den Ressourcen und den Mitarbeitern das meiste Potenzial. In den vergangenen Jahren gehörten die Silberpfeile immer zu den absoluten Top-Teams. Erst nach dem Titelgewinn 2008 folgte in dieser Saison ein Einbruch. Ob die Mannschaft aus Woking das Ruder noch einmal herumreißen kann, zeigt sich erst in den nächsten Rennen. Es ist zu erwarten, dass sich Rosberg noch etwas Zeit lässt.

Mercedes würde sicher gerne einen deutschen Piloten neben Lewis Hamilton sehen. Ob Rosberg sich das Abenteuer antut ist allerdings nicht klar. "Es ist auch wichtig neben wem ich fahren würde", erklärt der Wahlmonegasse, ohne dabei den Namen Hamilton zu nennen. Er würde nicht zu einem Team wechseln, dass ganz auf den anderen Piloten fixiert sei. Es müsse harmonisch zugehen.

BMW-Sauber:
Auch BMW-Sauber ist vom Potenzial her eine gute Adresse. "Die wichtigen Punkte für mich sind, Kompetenz, Teamführung und die arbeitenden Personen. Es ist einfach wichtig, dass ich mich wohl fühle und dass ich im Team meine Meinung sagen kann." Danach wäre BMW sicher ein aussichtsreicher Kandidat. Nur ein kleines Problem stört das Bild: Das Auto ist dieses Jahr einfach zu langsam.

Rosberg muss sich nun entscheiden, ob er das Risiko eingehen will und darauf hofft, dass der F1.10 wieder ein siegfähiges Auto wird, mit dem er in der WM vorne mitfahren kann. "Ich will einen Schritt nach vorne machen, von da wo ich jetzt bin", lautet die sportliche Zielsetzung für das nächste Jahr. Rosberg muss nun aufpassen, dass es ihm nicht geht wie Jenson Button, der auf der Suche nach eine Siegerteam lange auf die falschen Pferde gesetzt hat und erst mit 29 Jahren in einem Siegerauto sitzt.

Brawn GP:
Buttons Siegerauto von diesem Jahr könnte auch Rosbergs Siegerauto in der kommenden Saison sein. Ross Brawn soll bereits Interesse an der Verpflichtung des Deutschen geäußert haben. Bei der Mannschaft des WM-Spitzenreiters stellt sich eine umgekehrte Problematik zu BMW-Sauber. Der BGP 001 ist ein sehr gutes Auto. Die Frage lautet, ob die Ressourcen im Team ausreichen, um auch in den nächsten Jahren mit den großen Teams mitzuhalten.

Für das Gehalt von Rosberg müsste der neue Arbeitgeber gar nicht so besonders tief in die Tasche greifen. "Geld spielt für meine Entscheidung keine Rolle", erklärte der gebürtige Wiesbadener. Bei Brawn würde Rosberg Routinier Barrichello ersetzen und neben Jenson Button fahren. Auch hier liefe er Gefahr, nur die Nummer zwei im Team zu werden. Selbst wenn er sportlich mit Button mithält, ist der Engländer der Darling des Teams.

Williams:
Die unkomplizierteste Lösung wäre ein Verbleib bei Williams. Schon einmal hat sich diese Entscheidung ausgezahlt. "Ich hätte schon vor der Saison wechseln können, aber zum Glück bin ich geblieben. Wir sind momentan in der besten Phase, seit ich hier vor vier Jahren angefangen habe." Hier ist er der unumstrittene Chef, er kennt alle Mitarbeiter seit langer Zeit und man schätzt seine Meinung. "Sam Michael hat mich lange hier gefördert", lobt Rosberg das Verhältnis zu seinem Teamchef.

Auch Williams würde seine Nummer eins gerne behalten. "Frank (Williams) puscht sehr, dass ich noch dabei bleibe. Seit ein paar Wochen ist er sehr enthusiastisch dran." Das Team aus Grove wäre die Variante mit dem geringsten Risiko. Möglich ist, dass sich Rosberg dafür entscheidet, den Vertrag nur für ein Jahr zu verlängern oder eine Ausstiegsoption einzubauen, um sich weiter abzusichern. So könnte er die nächste Saison noch abwarten, welcher Kandidat sich am besten entwickelt. Nur eines ist klar: "Ich möchte jetzt so bald wie möglich Klarheit haben."

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