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Wolff sauer auf Gutierrez

"Cruist gemütlich im Weg herum"

Esteban Gutierrez - GP Singapur 2016 Foto: sutton-images.com 66 Bilder

Nico Rosberg geriet in den letzten Runden von Singapur in die Fänge von Daniel Ricciardo. Schuld daran war auch Esteban Gutierrez, der wieder einmal nicht in den Rückspiegel geschaut hatte. Toto Wolff fand anschließend klare Worte.

20.09.2016 Tobias Grüner

Esteban Gutierrez wird sein Bad-Boy-Image nicht mehr los. In Ungarn bekam der Mexikaner für die Blockade von Lewis Hamilton eine 5-Sekunden-Strafe. Obendrauf gab es noch eine unfreundliche Hand-Geste aus dem Cockpit des Weltmeisters. In Hockenheim stand der Haas-Pilot Daniel Ricciardo im Weg. Der Australier verriet nach dem Rennen: „Es gibt mehrere Fahrer, die nicht zufrieden damit sind, wie er auf blaue Flaggen reagiert.“

Wehrlein und Hülkenberg schimpfen über Gutierrez

Im Training zum GP Belgien fuhr er Pascal Wehrlein auf der langen Gerade vor die Nase. Über Funk beschimpfte der Deutsche seinen Kontrahenten als Idioten. Gutierrez wurde von den Stewards anschließend in der Startaufstellung 5 Plätze zurückversetzt. „Das hätte in einem üblen Unfall enden können“, so Wehrlein.

Auch Nico Hülkenberg hat schon mit Gutierrez Bekanntschaft gemacht. „Es gibt ein paar Chaoten im Feld. Er ist einer davon. In der ersten Runde ist er öfter mal ein bisschen spät auf der Bremse. Ich hatte dieses Jahr schon einige Erfahrungen mit Esteban. Außerdem fährt häufig etwas unkontrolliert. Ich habe ihm auch schon gesagt, dass es so nicht gehen kann.“

Gutierrez steht Rosberg im Weg

Doch ein Lerneffekt ist bei Gutierrez offenbar nicht festzustellen. In Singapur geriet der 25-Jährige erneut in die Kritik. Dieses Mal war es Mercedes-Teamchef Toto Wolff, der deutliche Worte fand. Es ging dabei um die dramatischen letzten Runden des Nachtrennens, als Nico Rosberg und Daniel Ricciardo um die Führungsposition kämpften.

„Sie sind auf Felipe Massa und Esteban Gutierrez aufgelaufen, die sich im direkten Duell befanden“, so Wolff über die Situation. Am Mercedes-Kommandostand suchte man Hilfe von der Rennleitung. „Wir haben Charlie (Whiting) angebrüllt. Felipe ist auch sofort aus dem Weg gegangen. Aber Esteban, der ja ein netter Junge ist, fährt weiter gemütlich im Weg herum und freut sich, dass die Lücke zu Felipe nach hinten größer geworden ist.“

Rosberg konnte das Rennen trotzdem gewinnen. Doch der Ärger von Wolff über Gutierrez war damit längst noch nicht verraucht: „Immerhin verhält sich Gutierrez bei allen gleich, wenn man ihm vorbei will“, klagte der Österreicher. „Hinter ihm fand ein Duell um den Sieg statt. Zwei Fahrer haben um jedes Zehntel gekämpft. Und dann cruist da ein Pilot einfach herum und greift so in das Rennen ein. Und jedes Mal ist es der gleiche Fahrer.“

Gutierrez enttäuscht von Wolff-Äußerungen

Gutierrez selbst zeigte sich wenig begeistert über Kommentare von Wolff: „Es ist sehr enttäuschend so etwas zu hören“, sagte er dem britischen Magazin Autosport. „Sich so in der Öffentlichkeit lustig zu machen ist nicht fair. Er hätte einfach zu mir kommen und mit mir reden können und nicht hinter meinem Rücken.“

Eine Schuld seinerseits wollte der Mexikaner nicht eingestehen. „Wenn ich etwas falsch gemacht hätte, wäre ich dafür bestraft worden. So einfach ist es. In Budapest habe ich einen Fehler gemacht und habe eine Strafe bekommen. Aber auch nur weil sich Lewis beschwert hat. In Singapur bin ich mein Rennen gefahren. Ich war selbst im Zweikampf und ich werde so weiter machen.“

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