Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Wolff über Silberpfeil-Duell

"Intensität wird sich noch zuspitzen"

Rosberg vs. Hamilton - GP Spanien 2014 Foto: xpb 59 Bilder

Für den Sieg beim GP Spanien kamen wieder einmal nur zwei Fahrer in Frage: Lewis Hamilton und Nico Rosberg. Bei Mercedes-Sportchef Toto Wolff stieg der Pulsschlag während der 66 Runden deutlich höher. Der Österreicher befürchtet, dass der Zweikampf demnächst noch intensiver geführt wird.

11.05.2014 Tobias Grüner

Von Toto Wolff sind in diesem Jahr vor allem Qualitäten als Psychologe gefragt. Im Duell Nico Rosberg gegen Lewis Hamilton geht es hart zur Sache. Jeder Fahrer versucht für sich das Maximum herauszuholen - auch wenn es auf Kosten des anderen geht. Der Mercedes-Sportchef gab nach dem Rennen in Barcelona zu, dass seine beiden Piloten nicht immer miteinander arbeiten.

"Sie versuchen sich natürlich das ganze Wochenende in die Irre zu führen", so Wolff. "Diese kleinen Spielchen sind aber ganz normal. Das passiert bei allen Teamkollegen. Solange das große Ganze nicht darunter leidet, ist das in Ordnung." Soll heißen: Solange Mercedes Doppelsiege einfährt, lässt man die Piloten ihren Konkurrenzkampf ausleben. Stallregie ist weiter kein Thema. "Das wird immer unsere Philosphie bleiben. Das sind wir auch den Zuschauern schuldig."

Hamilton hinterfragt Strategie

Wolff befürchtet, dass es im Kampf Rosberg vs. Hamilton sogar noch heißer zugehen wird, je weiter die Saison voranschreitet. "Die Intensität ist schon groß zwischen den beiden. Man kann nicht erwarten, dass die beiden jetzt auf Kuschelkurs gehen. Sie merken, dass sie die Werkzeuge haben, um Weltmeister zu werden. Deshalb gehe ich davon aus, dass sich die Intensität zwischen den beiden noch zuspitzen wird."

Im Rennen von Barcelona bekamen die Mercedes-Verantwortlichen einen Vorgeschmack, wie das aussehen kann. Vor den Augen von Daimler-Boss Dieter Zetsche diskutierte Hamilton am Funk mit seinem Renningenieur. Zwischendurch hinterfragte der Weltmeister von 2008 die Strategie und die empfohlene Verstellung seines Frontflügels. Die Fahrer versuchen mit allen Mitteln zu vermeiden, irgendwo benachteiligt zu werden.
 
Wolff versuchte den kleinen Zoff anschließend kleinzureden: "Ich denke man kann es keinem Fahrer verübeln, dass man in dieser Intensität, in der es gegen den Teamkollegen um jeden kleinen Vorteil geht, emotional reagiert. Wir kennen Lewis. Das kommt am Funk ganz anders rüber, als er eigentlich ist. Wir sind uns bewusst, dass viele Millionen Menschen zuhören und das anders verstehen."

"Kampf auf Messers Schneide"

Nach dem Rennen von Barcelona will man mit dem Piloten offenbar noch einmal über die betreffenden Funksprüche reden: "Das ist etwas, was man vielleicht diskutieren muss. Ich glaube aber nicht, dass man groß Einfluss nehmen kann. Wir sitzen nicht im Auto im Anschlag mit dem Teamkollegen hintendran", bittet Wolff um Verständnis.

Der Österreicher war offenbar nicht unglücklich, dass nach 66 Runden die Zielflagge geschwenkt wurde: "Wenn das Rennen 67 Runden gedauert hätte, wäre es für Lewis deutlich schwieriger geworden. Das Überholen ist hier nicht einfach, aber mit DRS und noch ein, zwei Runden hätte er ihn sich vermutlich gegriffen." Wer im internen Zweikampf die Nase vorne hat, konnte Wolff nicht sagen: "Am Ende betrug der Abstand 0,6 Sekunden und das mit unterschiedlichen Strategien. Die beide führen einen Kampf auf Messers Schneide."
 
Eine Einschätzung über den Abstand zur Konkurrenz wollte Wolff noch nicht geben: "Mir fehlt noch etwas das Gesamtbild. Ich habe bisher nur den Zeitenabstand gesehen. Dazu muss man sagen, dass sich Sebastian Vettel von Rang 15 nach vorne gearbeitet hat. Und das mit einer Strategie, die wir mit 13 Sekunden im Nachteil gesehen haben. Da muss man noch etwas herausrechnen."

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden