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Wolff über Stallregie-Verdächtigungen

"Die Idee kann nur ein verstörter Kopf haben"

Nico Rosberg - Lewis Hamilton - Mercedes - GP Italien - Formel 1 - 7. September 2014 Foto: xpb 110 Bilder

Mercedes musste sich nach den zwei Fahrfehlern von Nico Rosberg den Verdächtigungen einiger Fans stellen. Sie vermuteten, Rosberg habe die Fehler auf Befehl des Teams gemacht. Für Teamchef Toto Wolff absoluter Quatsch.

07.09.2014 Bianca Leppert

Nach dem Tohuwabohu bei Mercedes in Spa, das auch vor dem Rennen in Monza noch das Gesprächsthema Nummer eins war, schlagen sich die Team-Verantwortlichen nun mit Verschwörungstheorien herum. Da half selbst der Doppelsieg von Lewis Hamilton und Nico Rosberg nicht, um die Stimmung zu beruhigen.

Mercedes weist Stallregie-Verdacht zurück

Den Ausschlag gab die Reihenfolge dieses Triumphs. Hamilton lief vor Rosberg im Ziel ein, obwohl er ein technisches Problem am Start hatte und dabei bis auf Rang 4 zurückgereicht wurde. In Runde 29 ging Hamilton schließlich in Führung, weil sich Rosberg zum zweiten Mal in der ersten Schikane verbremste und den Notausgang nehmen musste. Da mutmaßten manche, Rosberg habe keine Fehler gemacht, sondern auf Anweisung des Teams gehandelt.

"Diese Idee kann nur ein verstörter Kopf haben", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. "Wenn es unsere Idee gewesen wäre, hätten wir das verdammt gut gemacht. Aber Nico hatte großen Druck, weil Lewis gestern so schnell war und das haben wir auch heute gesehen."

Kein Grinsen bei Wolff

Auch diejenigen, die ein Grinsen in seinem Gesicht gesehen haben wollen, als Hamilton an Rosberg vorbeiging, weist Wolff zurecht. "Die Bilder sind nicht live. Da gibt es in der Box rund zehn Kameras, die auf dich gerichtet sind. Ich denke, dass ich gegrinst habe, als sich die beiden näher gekommen sind. Wer da zu viel hinein interpretiert, dem ist nicht mehr zu helfen."

Bei Hamilton machte ein elektronisches Problem den Start zunichte. Die Kalibrierung der Kupplung machte offenbar Probleme. Hamilton berichtete von einem Knopf, den er drückte, woraufhin nichts passierte. Das Problem trat sowohl in der Aufwärmrunde als auch beim Start selbst auf. Für Rosbergs Verbremser gab es keine technische Erklärung. Der WM-Führende nimmt die Fehler auf seine Kappe. Wolff fiel nur auf, dass man kurz zuvor die Bremsbalance etwas weiter nach vorne geschoben hatte. "Das kennen wir von Nico eigentlich nicht", sagte der Österreicher.

Unterkühlte Stimmung bei Rosberg und Hamilton

Das Ergebnis lässt Hamilton nun 7 Punkte auf Rosberg aufrücken. Damit ist Wolff nicht ganz unglücklich. "Aus Teamsicht ist die Balance wieder hergestellt. Es ist global gesehen sicher ein gutes Ergebnis." Für die Buhrufe auf dem Podium gegen Rosberg hatte er aber kein Verständnis. "Das zeigt für mich keinen Sportsgeist, das kann man nur ignorieren."

Sich gegenseitig zu ignorieren ist auch bei den Teamkollegen angesagt. Hamilton und Rosberg wechselten vor der Siegerehrung kein Wort, Rosberg sprach mit Felipe Massa nur italienisch. "Da geht es noch unterkühlt zu", bestätigt Wolff. "Aus Teamsicht ist mir das aber egal, solange sie die Regeln respektieren."

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