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Young Drivers Test 2013

Stammfahrer testen nur einen Tag

McLaren - GP England 2013 Foto: McLaren 25 Bilder

Die Reifenprobleme von Pirelli wirbeln den ganzen Testplan durcheinander. Die Stammpiloten dürfen nun doch nicht den kompletten Young Drivers Test bestreiten sondern nur noch einen Tag fahren. Die anderen beiden Tage sind die Nachwuchspiloten am Zug.

04.07.2013 Michael Schmidt

Pirelli bettelt nach dem Reifendrama von Silverstone die Teams um Unterstützung an. Kurz gesagt: Der Reifenhersteller will mehr Testmöglichkeiten. Weil ab dem GP Ungarn die 2012er Konstruktionen mit 2013er Mischungen zum Einsatz kommen, also ein mehr oder weniger bekanntes Produkt, wird beim Young Drivers-Test wieder zurückgerudert.

Ursprünglich war geplant, dass die Stammpiloten drei Tage testen dürfen. Nun bekommen die Junioren wieder eine Chance. Zwei Tage fährt der Nachwuchs, einen Tag die erfahrenen Kräfte. Damit sie sich an die neuen alten Reifen gewöhnen können. Ferrari wollte einen vierten Tag anhängen. Das wurde abgelehnt. Die kleinen Teams haben weder das Geld noch das Personal dazu.

Außerplanmäßige Tests nur mit 2011er Autos

FIA-Rennleiter Charlie Whiting erklärte im Rahmen eines Treffens der Teammanager mit Vertretern von Pirelli, dass außerplanmäßige Reifentests mit 2013er Autos ab sofort generell verboten sind. Pirelli muss sich mit Fahrzeugen aus dem Jahr 2011 begnügen.
 
In den nächsten Wochen soll es zwei 1.000-Kilometer-Tests in Paul Ricard und Barcelona geben. Eingeladen werden jeweils zwei Teams. In Frage kommen eigentlich nur die großen Rennställe, die in der Lage sind, ihre zwei Jahre alten Autos fahrbereit zu machen. Sauber zum Beispiel hat gar kein 2011er Auto mehr, das einen Test bestreiten könnte.

Pirelli will Tests mit 2014er Auto

Um eine Wiederholung der Reifenprobleme auszuschließen, wurde auch das Testprogramm für 2014 neu bestimmt. Pirelli fordert die Teams auf, ein 2014er Auto für spezielle Reifentests abzutreten. Der Vorschlag fand wenig Gegenliebe. Mit 2013er Autos will Pirelli im nächsten Jahr nicht testen, weil sie von ihrer Charakteristik zu weit von den nächstjährigen Modellen entfernt sind. Die Motoren werden mehr Drehmoment haben, die Autos weniger Abtrieb.

Von den acht Testtagen unter der Saison will Pirelli wenigstens zwei Tage mit jeweils zwei Teams für sich reservieren. Die Teams sollen vor der Saison bestimmt werden. Für die finanzschwachen Teams sind acht Testtage ohnehin illusorisch. Ihre Bitte, für jeden nicht genutzten Testtag vier Stunden Windkanal mit dem Originalauto zu nutzen, wurde von Ferrari und Red Bull abgeschmettert.

Interessant ist die Argumentation von Red Bull: Vier Stunden Windkanal bringen mehr als ein Testtag. Haben wir vom gleichen Team kürzlich nicht gehört, dass Testtage unersetzlich sind, und dass man mit 1.000 Kilometern sein Auto um eine Sekunde schneller machen könne. Manche sind sich wirklich für nichts zu dumm.

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