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Zehnte Pole für Hamilton

"Wie vom anderen Stern"

Lewis Hamilton - GP Belgien 2015 Foto: xpb 70 Bilder

Lewis Hamilton ist der König von Spa. Der WM-Spitzenreiter deklassierte die versammelte Konkurrenz mit einer Superrunde. Das Geheimnis lag im zweiten Sektor. Dort machte Hamilton gegenüber Teamkollege Nico Rosberg eine halbe Sekunde gut.

22.08.2015 Michael Schmidt

Zunächst ein bisschen Statistik: Lewis Hamilton fuhr in Spa auf seine 48. Pole Position. Es war die zehnte in diesem Jahr, die sechste in Reihenfolge und die dritte in Spa. Der Vorsprung auf Teamkollege Nico Rosberg betrug 0,458 Sekunden. Der Rest des Feldes lag 1,4 Sekunden und mehr zurück. Auch Hamiltons zweitschnellste Runde wäre noch gut genug für die Pole Position gewesen.

Den Unterschied machte der zweite Sektor mit seinen 10 Kurven. Dort allein holte Hamilton 0,547 Sekunden auf Rosberg heraus. Teamchef Toto Wolff urteilte: "Lewis ist wie vom anderen Stern gefahren. Der Speed im Mittelsektor war wirklich beeindruckend."

Da war auch Nico Rosberg platt. Der Deutsche machte sich nach der Bestzeit im Q2 berechtigte Hoffnungen auf die Trainingsbestzeit. "Ich hatte im dritten Freien Training etwas den Faden verloren und daraufhin das Auto umgebaut. Es lief in der Qualifikation echt gut." Als Rosberg in den Parc fermé rollte, wusste er zwar, dass es nur für Platz 2 gereicht hatte, aber er kannte den Abstand noch nicht. "Das war eine böse Überraschung."

Hamilton behält Sektor 2-Geheimnis für sich

Aus der Cockpitperspektive fühlte sich auch der zweite Sektor gut an. "Ich habe das Auto mit Blick auf das Rennen mehr auf Untersteuern abgestimmt, aber das ist natürlich keine Erklärung. Lewis hat da was aus dem Hut gezaubert, das ich nicht kontern konnte."

Die Telemetrie zeigte, dass die meiste Zeit in den Kurven 12, 13 und 14 verloren ging. Hamilton wollte sein Geheimnis nicht lüften. "Habe ich eine andere Linie gefunden? Das ist vertraulich. Sagen wir so: Das Auto war für den Sektor perfekt ausbalanciert. Das war in der Vergangenheit nicht immer der Fall."

Rosberg beruhigt sich mit der Erkenntnis, dass sich die Verhältnisse im Vergleich zu 2014 umgekehrt haben. "Dieses Jahr ist mein Rennspeed besser. Im Rennen gibt es viele Möglichkeiten, an Lewis vorbeizukommen. Beim Start, wo wegen der neuen Startprozedur viel passieren kann. Auf der langen Geraden aus dem Windschatten heraus. Und dann weiß keiner, wie lange die Reifen im Rennen halten werden. Da geht vielleicht auch mit der Strategie etwas."

Hamilton räumte ein, dass ihm die erste Runde etwas Sorgen macht. "Es stimmt, dass die Pole Position in Spa den kleinsten Vorteil aller Rennen bringt, weil sich der Zweite auf der langen Geraden im Windschatten ansaugen kann. Aber soll ich deshalb absichtlich auf Platz 2 fahren? Ich muss einfach schauen, dass ich schon beim Start gut von Nico weg komme."

Im Cockpit ist der Reifenplatzer vergessen

Der Reifenschaden vom Freitag spukt auch noch in den Köpfen der Mercedes-Verantwortlichen herum. "Wir haben zusammen mit Pirelli alles untersucht, sind aber zu keiner Antwort gekommen. Der Schaden ließ sich nicht reproduzieren. Es gibt nur eine Theorie. Und die ist, dass irgendein Fremdkörper den Reifen beschädigt hat", erklärte Wolff.

Mercedes reduzierte als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme auch noch den Radsturz an der Hinterachse. "Obwohl wir mit allen Parametern im Rahmen des Erlaubten lagen." Fuhr bei Rosberg vielleicht aus Sorge vor einem weiteren Reifenplatzer die innere Handbremse mit? Der WM-Zweite verneint: "Im Cockpit denkst du nicht an den Reifen."

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