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Zehnte Pole für Nico Rosberg

"Pole-Trophy erst später etwas wert"

Nico Rosberg - Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP Brasilien - 8. November 2014 Foto: xpb 110 Bilder

Einen Pokal hat Nico Rosberg schon gewonnen. Der Deutsche steht zum zehnten Mal in dieser Saison auf der Pole Position. Lewis Hamilton kann ihn in dieser Disziplin nicht mehr einholen. Der WM-Spitzenreiter tröstet sich mit der Erkenntnis hinweg: "Meine Stunde schlägt dieses Jahr immer im Rennen."

08.11.2014 Michael Schmidt

Es war eine Angelegenheit von 33 Tausendstelsekunden. Oder zwei Meter. Lewis Hamilton hat die Pole Position in Kurve 1 und durch einen Verbremser in Kurve 10 verloren. "Dort hat er zwei Zehntel liegen gelassen. Ein Wunder, dass er trotz des Fehlers noch so eine Zeit fahren konnte", erzählte einer der Ingenieure. Rosberg komplettierte mit seiner zehnten Pole Position ein perfektes Wochenende. Der WM-Zweite war in jeder Trainingssitzung und jeder Qualifikations-Runde der Schnellste.

In der Pole Position-Wertung ist Rosberg nicht mehr einzuholen. Hamilton hat sieben Trainingsbestzeiten, Felipe Massa eine. Doch die Pole Trophy bedeutet Rosberg nicht viel. Er hätte lieber einen anderen Pokal. Nämlich jenen, den Sebastian Vettel kürzlich an die FIA zurückgeschickt hat. "Die Pole Trophy ist eine nette Beigabe. Vielleicht bedeutet sie mir mal etwas, wenn ich in zehn Jahren auf meine Karriere zurückblicke."

Motorbremse zu aggressiv

Auch Rosberg kam nicht ohne Probleme durch das Abschlusstraining. Er hatte die Motorbremse zu aggressiv eingestellt. "Du passt die Einstellungen Schritt für Schritt an. Vor dem letzten Versuch wusste ich, dass mein Setup nicht optimal war. Ich hätte auf ein besseres gehen können, doch das war mir zu riskant. Es ändert das Fahrverhalten. Und wenn du so am Limit bist, ist die Chance groß, dass es dich überrascht und du einen Fehler machst."

Rosberg wollte die Fehler von Austin nicht wiederholen. Deshalb bereitete er sich in den freien Trainingssitzungen noch intensiver auf das Rennen vor. Selbst im dritten Training legte Rosberg zwei Longruns à acht Runden auf die Bahn, um noch mehr über das Verhalten der Reifen zu lernen. Kollege Hamilton entschied sich dafür, sein Auto in der Garage umbauen zu lassen. Er spürte auf den harten Reifen zu starkes Untersteuern. Weil der harte Reifen im Rennen häufiger zum Einsatz kommen wird, ließ Hamilton die Fahrzeugabstimmung umbauen.

Hamilton setzt auf das Rennen

Rosberg ist zuversichtlich, dass ihm in Interlagos nicht das gleiche Missgeschick mit den Reifen passiert wie zuletzt in Austin. "Ich bin sie zu hart angefahren. Dadurch haben die Vorderreifen überhitzt. Das ist mir dieses Jahr schon ein paar Mal passiert. Für mich ist es unnatürlich, vorsichtig in den Stint zu gehen. Da muss ich manchmal zurückrudern. In Interlagos kann dir das Austin-Problem nicht passieren, weil es nicht so viel schnelle Kurven gibt."

Hamilton nahm die Trainingsniederlage gelassener hin als sonst. "Nico war einfach schnell hier. Mir ist es in diesem Jahr ein paar Mal nicht gelungen, das Maximum aus dem Auto herauszuholen. Es scheint so, dass meine Stunde immer im Rennen schlägt." Die WM-Situation spricht für Hamilton. Er muss nicht gewinnen. Er kann auf seine Chance lauern. Und es wäre auch kein Beinbruch für ihn, wenn Rosberg gewinnt. "Das Rennen ist lang. Wahrscheinlich wechseln wir drei Mal die Reifen. Vielleicht regnet es auch. Da kann viel passieren. Ich weiß heute viel besser als früher, wie man Rennen gewinnt."

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