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Zoff bei Lotus: "Wir sind von Kimi schwer enttäuscht"

Lotus hat im Kampf um Platz 2 im Konstrukteurs-Pokal 9 Punkte auf Ferrari gewonnen, aber 5 auf Mercedes verloren. Am Ende kam es zwischen Romain Grosjean und Kimi Räikkönen fast zu einer Kollision. Danach musste Räikkönen zurückgepfiffen werden. Chefingenieur Alan Permane fluchte: "Wir sind von Kimi schwer enttäuscht."

Es war wieder so ein typisches Lotus-Rennen. Im Training bescheiden, im Rennen groß in Fahrt. Kimi Räikkönen startete als Sechster, hielt 12 Runden lang Platz 2 und fiel dann wegen sich auflösender Reifen auf die siebte Position zurück. Romain Grosjean fuhr dank einer Einstopp-Strategie von Startplatz 17 auf das Podium.

Der Franzose kam zum dritten Mal in Folge auf Platz 3 ins Ziel. "Und das obwohl ich einen schlechten Start hatte und lange hinter Gutierrez festhing, der sich mit Händen und Füßen verteidigt hat." Grosjean strahlte im Ziel. Fünf Runden vor Schluss hatte er einen dicken Hals. Am Lotus-Funk wurde eifrig geflucht.

Räikkönen hätte Platz machen müssen

Kimi Räikkönens Rundenzeiten wurden ab Runde 51 stetig langsamer. Seine Verfolger wurden immer schneller. Zu dem Zeitpunkt hatten Räikkönens Reifen bereits 44 Runden auf der Lauffläche. Neun Runden mehr als Pirelli vor dem Rennen als Maximallaufzeit empfohlen hatte. Trotzdem wehrte sich Räikkönen gegen den klar schneller werdenden Teamkollegen als ginge es um den Sieg. Beim Anbremsen der vierten Kurve drängte er Grosjean in die Auslaufzone ab. Der Franzose blieb zwar vorne, musste aber den Fuß vom Gas nehmen, weil sonst eine Strafe gedroht hätte. Vorwand: Überholen außerhalb der Strecke.

Danach wurden am Lotus-Funk einige unfreundliche Worte gewechselt. Eine halbe Runde später bekam Räikkönen die Aufforderung, Grosjean vorbeizulassen. Warum hat man es nicht gleich getan? Chefingenieur Alan Permane erklärte: "Wir dachten, Kimi ist intelligent genug, dass man sich mit so alten Reifen nicht gegen deutlich schnellere Autos verteidigen kann. Bei zwei Sekunden Differenz drückt man den Teamkollegen nicht von der Strecke. Wir sind schwer enttäuscht von Kimi und haben es ihm auch gesagt."

Räikkönen änderte eigenmächtig seine Taktik

Der Finne erwiderte seinen Vorgesetzten: "Ich fahre gegen alle gleich. Gegen Fahrer von anderen Teams und gegen meinen Stallgefährten." Räikkönen hatte schon vorher eigenmächtig entschieden, die geplante Zweistopp-Strategie in ein Einstopprennen umzuwandeln. "Als er hinter Massa zu viel Zeit verlor, hat er uns gesagt, dass er es mit einem Stopp probieren wird. Wir kennen ihn, und wissen, dass er so etwas möglich machen kann", erzählt Permane.

Doch in den letzten 10 Runden wurde es den Reifen dann doch zu viel. Sie hatten sechs Runden mehr abgespult als der Reifensatz von Grosjean. Der Stopp zwei Runden vor Schluss war unausweichlich. Dazu Permane: "Wir konnten sehen, dass die Temperatur an Kimis Hinterreifen immer stärker fiel. Da war kein Gummi mehr drauf." Nach 51 Runden auf den gleichen Reifen ließ Räikkönen noch einmal weiche Sohlen aufziehen. Und dann ärgerte der Finne seinen Kumpel Sebastian Vettel. Im letzten Umlauf entriss er ihm die schnellste Rennrunde.

Autonis 2014
Grosjean hielt sechs Runden länger durch

Grosjean war wie Räikkönen trotz Platz 17 auf weichen Reifen gestartet, hatte aber sechs Runden länger durchgehalten. Das lag daran, dass der neue WM-Siebte mit einem brandneuen Reifensatz ins Rennen ging, die Garnitur seines Teamkollegen aber schon einen Qualifikationsversuch hinter sich hatte. Permane verriet: "Romain war immer auf einer Einstoppstrategie. Dazu musste er bis Runde 12 überleben. Er hat sogar eine Runde mehr geschafft." Seit bekannt ist, dass Räikkönen 2014 für Ferrari fährt, läuft ihm sein Teamkollege den Rang ab. Permane lobt: "Romain wird immer besser. Er hat jetzt auch die Sicherheit, die Reifen zu schonen und gleichzeitig schnell zu fahren."
 

Michael Schmidt

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