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Zoff bei McLaren

Stallorder unfair gegen Perez

Foto: xpb 22 Bilder

McLaren ließ seine beiden Fahrer 40 Runden lang gegeneinander kämpfen. Sergio Perez ging als Sieger aus dem Duell mit Jenson Button hervor. Es war ein Duell mit drei Berührungen und hohem Unterhaltungsfaktor. Nur Button hat es nicht so gut gefallen. Teamchef Martin Whitmarsh verteidigte seinen Verzicht auf Stallregie.

21.04.2013 Michael Schmidt

Da hat sich McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh bei den Fans viele Freunde gemacht. Er hat im Gegensatz zu Red Bull und Mercedes in Malaysia auf Stallregie verzichtet. Dabei hätte er aus seiner Sicht allen Grund gehabt, seine Fahrer einzubremsen. "Wir haben uns drei Mal berührt. Ein Mal in der ersten, zwei Mal in der vierten Kurve", berichtete Jenson Button. Dere Engländer fand den offenen Schlagabtausch über 40 Runden nicht so prickelnd. "Ich hatte ohnehin schon Probleme mit starkem Reifenabbau. Der Kampf mit Sergio hat es noch verschlimmert."
 

Perez-Aktion kostet sechs Punkte Abtrieb

Nur ein Mal mischte sich der Kommandostand in den Zweikampf ein. Als Perez in der 30. Runde seinem Stallrivalen ausgangs Kurve 4 in den rechten Hinterreifen fuhr, ging die Warnung "Cool down" an den Mexikaner raus. "Das war eine ziemlich dumme Aktion von Sergio. Er hätte Jenson den Reifen aufschlitzen können, und er hat sich dabei den Frontflügel beschädigt. Das hat ihn sechs Punkte Abtrieb gekostet", berichtete Whitmarsh, verteidigte aber seine Entscheidung seine beiden Piloten gegeneinander antreten zu lassen.

"Sergio war schneller. Wenn ich dem sage, dass er zurückstecken muss, dann wäre das nicht fair gewesen. Und es könnte seine Moral brechen. Sergio brauchte nach den Enttäuschungen der letzten Rennen ein gutes Ergebnis. So haben wir ihn aufgebaut." Der McLaren-Chef registrierte außerdem erfreut, dass Perez endlich Aggressivität gezeigt hat. Er war ihm bei dem ersten Rennen zu brav.

Button bestrafte Perez für Kollision

Jenson Button fand das Duell mit Haken und Ösen überflüssig. "Sergio ist ein gutes Rennen gefahren, und er hat den sechsten Platz verdient. Aber er hat es zu sehr mit der Brechstange passiert. Als er mir in den Seitenkasten gefahren ist, musste ich ihm zeigen, wo die Grenzen sind." Button schickte seinen Teamkollegen im Bergabstück mit 180 km/h in den Sand. Perez hat daraus schnell gelernt. Er machte später mit Alonso das gleiche. Sky-Experte Martin Brundle fand beide Manöver in Ordnung. "Der Vordermann blieb jeweils auf der Ideallinie. Wenn der andere unbedingt außen vorbei will, muss er sich auf eine ungemütliche Fahrt neben der Strecke gefasst machen."

Aussprache zwischen den McLaren-Piloten

Im Schlagabtausch der beiden Reifenflüsterer behielt Perez auch in der Disziplin Reifenschonen die Oberhand. Er stoppte drei, Button vier Mal. "Mein Setup hat die Reifen mehr beansprucht", gab Button zu. Der Kampf mit Romain Grosjean im zweiten Stint kostete ebenfalls zu viel Reifengummi.

Dazu kam ein unglückliches Timing beim zweiten Boxenstopp. "Ich bin hinter Sergio und Rosberg auf die Strecke zurückgekommen, habe zu stark Druck gemacht um beide sofort zu überholen. Das hat die Reifen so mitgenommen, dass ich nach 13 Runden schon wieder an die Boxen musste. Damit war ein Vierstopprennen vorgezeichnet." Zwei Stunden nach dem Rennen kühlte sich die angespannte Stimmung im McLaren-Camp wieder ab. "Sergio und ich haben uns ausgesprochen. Er hat eingesehen, dass er einige Male über das Ziel hinausgeschossen ist", schloss Button das Kapitel
 

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