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Fehler bei Mercedes GP

Zoff im Silberhaus - Rosberg bremst Schumi

Michael Schumacher Foto: xpb 23 Bilder

Zum ersten Mal kam es im Lager von Mercedes zum Zoff. Nico Rosberg stand Michael Schumacher im Weg, und das ausgerechnet in Monte Carlo. Schuld war das Team. Es hatte beide Autos im Top Ten-Finale hintereinander auf die Strecke geschickt.

15.05.2010 Michael Schmidt

Am Anfang war Michael Schumacher richtig sauer. Nach Rücksprache mit seinem Team schlug der Zorn in Frust um. Nico Rosberg stand seinem Teamkollegen nicht absichtlich im Weg. Er war hinter Rubens Barrichello eingeklemmt. Und da passierte es. "Ich wollte Abstand zu Rubens schaffen und dabei ist Michael vor der letzten Kurve auf mich aufgelaufen."

Schumacher: Erst verärgert, dann frustriert

Für Schumacher war der Vorfall ärgerlich. "Es war meine erste schnelle Runde. Sie sollte ein Sicherheitspolster sein. Nachdem ich zurückstecken musste, blieb mir nur noch ein Schuss. Und man weiß ja, wie Monte Carlo ist. Da kannst du nicht voll auf die Karte Risiko setzen."

Das Team nahm die Schuld für das Zusammentreffen seiner beiden Fahrer auf sich. "Wir haben beim Rausschicken von Nico einen Fehler gemacht", gab Teamchef Ross Brawn zu. "Es war nicht unsere Absicht, dass beide Autos hintereinander fahren. Nico ist mit 20 bis 30 Sekunden Verspätung auf die Marschroute rausgegangen."

Rosberg: Wagenheber klemmt

Die Zeit ging bei der Vorbereitung von Rosbergs Auto für die entscheidenden Qualifikationsrunden verloren. Beim Auto mit der Startnummer vier wurden die Heizdecken zu spät abgenommen und der Wagenheber klemmte. Kleine Ursache, große Wirkung. Wenn den Autos nur ein paar Minuten für die optimale Rundenzeit bleiben, dann ist das Timing entscheidend.

In Monte Carlo versagten auch die Hilfsmittel der Teams, um ihre Fahrer pannenfrei um den Kurs zu lotsen. Alle klagten in den Häuserschluchten über die schlechte Funkqualität und die unpräzise GPS-Navigation. "Nico wusste nicht, dass ich so nahe an ihm dran war", nahm Schumacher Zündstoff aus der ersten teaminternen Affäre. Ross Brawn: "Die Autos auf dem GPS-Bildschirm sind überall - manchmal sogar am Bahnhof."

Mercedes GP verpasst gute Chance

Die Mercedes-Zwillinge landeten schließlich auf den Plätzen sechs und sieben. Nur durch 46 Tausendstel voneinander getrennt, aber 0,7 Sekunden hinter Mark Webbers Bestzeit. Während Rosberg von einem möglichen Platz in der ersten Startreihe sprach, blieb Schumacher realistisch: "Sieben Zehntel Rückstand sind weniger als die 1,2 Sekunden von Barcelona, aber immer noch zuviel." Ross Brawn war untröstlich: "Wir haben nicht das schnellste Auto, das wissen wir. Hier hätten wir die Möglichkeit gehabt, zum ersten Mal richtig stark auszusehen in diesem Jahr. Deshalb ist es doppelt frustrierend, dass es nicht geklappt hat."

Immerhin habe man viele Erkenntnisse über das Setup der seit Barcelona umgebauten Autos gesammelt. "Wir sehen jetzt mehr Potenzial als in Barcelona. Zum ersten Mal konnten wir die Reifen zum Arbeiten kriegen, und das ist in diesem Jahr der Schlüssel. Ob es aber wirklich so ist, werden wir erst beim nächsten Rennen in Istanbul wissen. Monte Carlo ist zu speziell, um eine Aussage zu treffen." Schumacher darf also wieder hoffen.

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